Immer wieder wird erzählt, daß man ein Frontsystem am besten mit 2,5mm² verkabeln sollte oder mind. mit 1,5mm², alles andere sei zu dünn und würde nicht klingen, bzw. zu viel Leistung schlucken.
Aber wie sieht es in der Realität aus?
Nehmen wir mal an, ein Frontlautsprecher ist mittels einem 5 Meter langen Kabel mit einer Endstufe im Kofferraum verbunden.
Dieses Kabel hat (Hin- und Rückweg = 10m) einen Widerstand, der sich so berechnet:
Widerstand = spez. Widerstand von Kupfer * Länge / Querschnitt.
Also bei 0,75mm²: 0,24 Ohm
1,5mm²: 0,12 Ohm
2,5mm²: 0,072 Ohm
Das sind verglichen mit einem 4 Ohm Lautsprecher bei 0,75mm² nur 6%. Es würden also etwa 6% der Leistung des Verstärkers im Kabel verlorengehen. Natürlich ist das ein wenig vereinfacht, denn Lautsprecher werden mit Wechselstrom betrieben, haben also eine Impedanz vo 4 Ohm, die von der Frequenz abhängt. Die grobe Hausrichtung stimmt aber.
Bei 1,5 und 2,5mm² verliert man entsprechend 3% oder 2%. Ein Unterschied von lediglich 3-4% zum dünnen 0,75mm² Kabel. Eine unhörbare Sache, wenn man bedenkt, daß für eine deutlich vernehmbare Lautstärkesteigerung eine Verdoppelung der Leistung notwendig ist.
Silberkabel haben einen lächerlich geringeren Widerstand als Kupferkabel, die Leistungsgewinne sind daher kaum erwähnenswert. Es macht also überhaupt keinen Sinn hier in teureres Material zu investieren.
Kommen wir zu den öfter mal zitierten Klangeinbussen durch zu dünne Kabel. Woher sollen die kommen? Es handelt sich einfach durch einen dünneren Leiter. Dieser hat halt nen höheren Widerstand, man muß also einen winzigen Tick lauter aufdrehen, dann hat man das ausgeglichen. Weitere obskure Einflüsse wie die Parallelkapazität oder der Skineffekt sind bei den niedrigen Frequenzen die hier verwendet werden ohne meßbaren Einfluß.
Gruß
Fabian