Moin!
Nur der Vollständigkeit halber: Kondensatoren haben zwar keinen Memory-Effekt, aber sie werden mit der Zeit schlechter, weil das Elektrolyt im Inneren austrocknet und sich so die Kapazität veringert.
NiCd-Akkus haben einen Memory-Effekt, den man aber durch Lade-Entladezyklen verringern kann. Generell empfehle ich bei NiCd-Akkus dringenst den Einsatz eines scheißteuren Ladegerätes mit Mikroprozessorsteuerung, vorheriger Entladung und Delta-Peak Abschaltung mit gepulster Erhaltungsladung. Bei entsprechendem Einsatz von Akkus im Haushalt hat man damit immer volle am Start und die Anschaffung des teuren Ladegerätes amoprtisiert sich sehr schnell, weil man seine Akkus nämlich nicht in der Schublade liegen läßt ("Sind leer, ich muß mal dran denken, sie aufzuladen!") oder sie mit nem billigen Ladegrät mehrere Tage gut durchkocht, bis sie nur noch einen Bruchteil ihrer Kapazität haben. Ich empfehle z.B. das Ansmann Powerline 5.
NiMH-Akkus sollen angeblich keinen Memory-Effekt haben. Kann ich so nicht bestätigen. Grade die günstigeren mögen es ebenfalls nicht, wenn man sie ständig nur ein bisserl entläd um sie dann wieder ans Ladegrät zu hängen. Bei NiMH-Akkus ist aber der Memory-Effekt besser wieder zu beheben.
Li-Ion-Akkus sind zwar ne nette Sache für Handys und andere Geräte, weil sie definitiv keinen Memory-Effekt kennen, aber sie haben den Nachteil, daß sie nach längerer Nutzungspause einfach "schlecht" werden und dann nicht mehr zu gebrauchen sind. Auch halten sie höchstens 3-4 Jahre aus demselben Grund, selbst wenn man sie immer mal wieder einsetzt und aufläd.
Blei-Akkus sind relativ unkomplizierte und billige Akkus, die keine besonders gearteten Ladegeräte benötigen, da sie ihren Ladestrom selber regeln. Ein leerer Akku zieht viel Strom, der dann absinkt bis der Akku voll ist. Die Ladespannung sollte aber recht penibel eingehalten werden. Grade Bleigel-Akkus sind da empfindlich! Ein Billo-Ladegerät für Autobatterien sollte man also nach Möglichkeit nicht zum Laden des Bleigel-Akkus nehmen, da die ungeregelten Baumarkt-Geräte 14,4V liefern (Im Leerlauf oder wenig Last meist sogar 15-16V). Das ist für ne Autobatterie völlig in Ordnung. Die kann das ab. Ein 12V-Bleigel-Akku braucht aber höchstens 13,4-13,8V.
Ansonsten ist eine Autobatterie eigentlich nur dadurch umzubringen, wenn man sie tiefentläd. Da büßt sie blitzschnell Kapazitätä ein, die man ihr nur schwer wieder abringen kann, weil die Bleiplatten sulfieren. Es gibt Webseiten, wo erklärt wird, wie man mit 220V alte Batterien wieder zu neuem Leben erwecken kann, aber ich rate davon mal lieber ab, sonst werde ich hier haftbar gemacht, wenn kleine Kinder ihre Starterbatterie mittels Netzspannung in viele kleine, leicht zusammenkehrbare Bröselchen zerlegen, und die Wohnungseinrichtung gleich mit!
Wie auch immer... das war nur ne kurze Abhandlung des Themas. Wenn ich zu irgendwas genauer werden soll, müßt ihrs nur sagen. Das thema ist aber recht umfangreich.
Gruß
Fabian