Jo! das ist richtig!
Die Sinuswelle von Martin war schon ein guter Ansatzpunkt. Nehmen wir mal ein Tonsignal. Das besteht je nach Musik, das dargestellt wird aus einer Vielfalt von Frequenzen. Idealerweise würdest du jetzt zwei Lautsprecher haben, die diese ganzen Frequenzen gleich laut wiedergeben können, einen fürs rechte Ohr, einen fürs linke. beide Lautsprecher müssten denselben Abstand vom Ohr haben, auf dieses ausgerichtet sein und dürften nur in akustisch toten Gehäusen sitzen, damit diese nicht selber schwingen. Schon haben wir einen geilen Klang. Soviel zur Theorie, die Realität sieht wie wir wissen anders aus!
Normalerweise wird das Signal in verschiedene Frequenzbereiche aufgeteilt, die einzeln verstärkt und auf unterschiedliche Lautsprecher gegeben werden. Vorne sitzen die höheren Frequenzen, hinten die niedrigeren. Die hohen sind bei Composystemen sogar noch getrennt, damit man wenigstens die klinen Hochtöner auf die Ohren ausrichten kann. Optimal ist das nicht, aber ein ordentlicher Kompromiß, denn das Ohr kann tiefere Töne immer schlechter orten, unter 200Hz ist eine Ortung fast unmöglich. Also wäre es ja egal wo der Subwoofer sitzt. Stimmt nicht ganz, denn das würde nur stimmen, wenn er den gleichen Abstand zu beiden Ohren hat, wie die TMTs und die Hochtöner. Ist im Auto auch nicht machbar. Also kann man zur optimalen Klangabstimmung die Phasen der einzelnen Frequenzen verschieben. Man kann damit z.B. erreichen, daß die Welle des Subs etwas später beginnt, damit der Ton gleichzeitig mit dem des TMTs beim Ohr eintrifft. Ansonsten können grade wenn sich Frequenzbereiche zweier Lautsprecher überlagern unschöne Abschwächungen oder gar Auslöschungen die Folge sein! Zwar sind die Lautsprecher nur einige Zentimeter unterschiedlich vom Ohr entfernt, aber das kann schon etwas ausmachen. Nicht viel, sonst wäre eine solche Anlagenkonzeption ohne LZK unmöglich. Theoretisch könnte man jetzt anhand des Beispieles von Cris` Auto berechnen auf welchen Wert er die Korektur stellen muß damit die Signale der TMTs und der Bässe phasengleich an seinem Ohr ankommen. Dazu müßte ich aber die genauen Entfernungen wissen und für welche Frequenzen das gelten soll. Das laß ich lieber. Laß das Ohr entscheiden.
Wenn ich bei mir daheim die Anlage im Wohnzimmer, in der Küche, im Badezimmer und im Schlafzimmer laut anmache, dann ist der Soundeindruck im Flur recht merkwürdig. An einigen Stellen treffen sich die Basswellen bestimmter Frequenzen immer gliechzeitig, also mit gleicher Phase und es wackeln einem die Ohren. Ein paar Zentimeter weiter ist im unteren Bassbereich fast Ruhe und die Mitten kommen zu deutlich rüber. Ein Mischmasch vom Feinsten, Alle Soundquellen haben unterschiedlichste Entfernungen, da muß es ja zwangsläufig zu Interferenzen kommen. Mit ner Laufzeitkorrektur könnte ich jetzt für einen Punkt im Flur einen guten Klang einstellen, aber wer will das schon... *g*
Gruß
Fabian