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Twingo_Chris

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1

Wednesday, February 25th 2004, 3:02pm

Verkabelung: Diesmal richtig!

Hallo Leute

Da ich mir ja demnächst ein neues Frontsystem zulege will ich auch beginnen eine anständige verkabelung zu verlegen.
Bisher Habe ich eine 16mm² Leitung und eine 20mm² Leitung die über die Karosserie geerdet werden.
Allerdings ist das nicht nur zuviel für das bischen Endstufe, was ich (bisher) im Auto habe, sondern auch nicht so gut mit sicht auf Störgeräusche.

Daher will ich jetzt direkt über die Batterie erden.
Dafür werde ich meine komplette Verkabelung ausbauen (und dann hier für nen Appel und nen Ei anbieten) und so neu machen:

2x 16mm² für den + Pol
2x 16mm² für den - Pol

Soll ich im Innenraum dann mit Verteilern arbeiten (bzw.2x 16 rein u. 2x 16 raus), oder lieber direkt zu den Endstufen?
Die Verteiler hätten den Vorteil, dass ich später nochmal woanders Stromhinlegen kann, ohne direkt das ganze Kabel neu zu legen...

Soll ich von der Batterie erst auf DIESEN Sicherungs-Verteiler und dann mit den 16er Kabeln weiter, oder jedes Kable für sich sichern?
Oder einfach 2 mal DEN HIER, also pro kabel eine Sicherung? (kommt preislich gleich aus)

Ich will Störgeräusche so gering wie möglich halten.
Muss ich das Radio dann _auch_ an dem Verteiler erden?
Bzw. eine _weitere_ Erdung vom Radio zum Verteiler legen (nen 4mm² Kabel zusätzlich)?

Hat mir mal ein Händler gesagt, dass alle aktiven Komponenten an ein und demselben Massepunkt geerdet sein müssen, um potential Ausgleichströme über die Cinchkabel zu vermeiden (was das Surren verursacht..).

Für eure Vorschläge bin ich daknebar, ich will es diesmal wirklich Fehlerfrei machen.
Ach: Ich kann nur 2x 16mm² legen, mehr geht nicht, muss auch nicht.
Ausserdem habe ich so 15m für lau bekommen und mehr würde auch gehen falls notwendig...

Gru& Danke
Chris

P.s.: Ich hoffe ich nerv' mittlerweile nicht...aber ich hab Langeweile auf der Arbeit ;(

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Aber sie ist nicht Open Source, d. h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
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2

Wednesday, February 25th 2004, 3:30pm

Jo, dann mal Tipps von einem, der für Strom und Masse jeweils 2x 25mm²-Kabel liegen hat, eben auch, weil er es für lau bekommen kann.

Bei mir habe ich vorne 2 Sicherungen, also jedes Kabel ist seperat abgesichert. Hinten im Kofferraum habe ich eine handelsübliche Stromschiene (eine für Strom, eine für Masse) liegen, an denen sowohl die beiden Zuleitungen als auch die Kabel zu den Endstufen angebracht sind. Hab jetzt leider kein Foto da... Damit bin ich auf jeden Fall total flexibel, weil ich jederzeit noch ein paar Strippen mittels eines weiteren Halters (den ich ebenfalls für lau bekäme) an die Schiene packen könnte.

Wenn du eine seperate Masseleitung legst, musst du in der Tat alle Geräte hinten zu einem Massepunkt führen... Ich hab beim Verlegen der Chinchleitungen deshalb auch direkt ein Massekabel mitgelegt, weil ich vom Passat her schon wusste, was mir sonst blüht. Eventuell musst du auch die Masse der Antenne nach hinten führen, und das kann richtig übel werden! Bei mir ist die nämlich durch ihr Gehäuse geerdet, und dementsprechend habe ich keine Möglichkeit, da einfach ein Kabel nach hinten zu führen, sondern müsste zwischen dem Antennengehäuse und der Karosserie was reinbasteln... Lange Rede kurzer Sinn; mir ist Radio eh nicht wichtig und von daher hab ich die Antenne einfach nicht angeschlossen. :D

Wenn du mit 2 Leitungen direkt zu den Endstufen gehst, wirst du auch Störgeräusche haben! Das waren bei mir im Passat zwar immer super wenige, aber ich weiß ja nicht, wie perfekt du es haben willst... Bei mir ists im Moment so, dass ich nur was höre wenn die Lautstärke auf 0 steht.

Jetzt mein Geheimtipp für den Sparfuchs (alle High-Ender bitte weghören...):

Leg zu jeder Endstufe ein 16er... die Massekabel legst du nach hinten zu einem zentralen Punkt (aber NICHT an die Karosserie) und dann von den Endstufen ein kurzes Kabel bis zu diesem besagten Punkt. Dann noch vom Radio und von der Antenne ein Massekabel bis zu dem Punkt... Und jetzt wird es böse: Du isolierst von allen Kabeln 15cm ab und wickelst sie dann zusammen... Ordentlich Duck-Tape drum und das kann unmöglich wieder auseinandergehen... So hatte ich das im Passat, hat ein gutes Jahr gehalten, und ich hatte beim Ausbau so meine Probleme damit, so fest war das... ;-)

Also im Prinzip das selbe wie jetzt, nur jetzt hab ich Klemmen statt Tape. 8)

So far,
Olli
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Physician

Ostkind

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3

Wednesday, February 25th 2004, 10:19pm

Kann dem Olli in mancher Hinsicht recht geben, da ich auch mal nen 35i Vari hatte. (Übrigens tolles Auto :D)

Meine Erfahrungen sind über die Zeit folgende:

- Strom und Masse von Batterie nach hinten
- für Radio Strom und Masse (wichtig: beides!) von Batterie (z.B. 4mm² LS-Kabel)
- Cinch getrennt verlegen (ich weiß schon, dass des bekannt ist)

Für den Bastler zusätzlich:

- Batterie in den Kofferraum (Radio hier anschließen)
- Trennrelais (für langes hören im Stand)
- Remote über Relais schalten/entlasten

Und für den Hardcorebastler:

- zweite LiMa für die Zusatzbatt.
- Batterie nicht verbinden
- alles was Musik heißt an die Zusatzbatt.


Meine Aussagen sind jetzt nicht für jeden das Wahre, aber ist eben meine Meinung.

Wegen dem Kabel würde ich meinen, dass du mit einem 16er eine Batt. laden kannst. In diese Ladestrippe machst du dann ein Trennrelais (z.B. im Motorraum) und an jeder Batterie eine 60er Sicherung.

Sicherheitsmenschen: Diesen Absatz überspringen!

Meine Zusatzbatt. ist eine ganz einfache Fiamm Premium. Die ist für meine Zwecke ausreichend und gast auch nicht (eigene Erfahrung). Je größer, desto besser gilt hier natürlich auch. Es wird empfohlen, die Gasungsöffnungen mit einem Schlauch nach außen abzuführen (hier bin ich schlechtes Vorbild).
Ich möchte aber hinzufügen, daß ich diese Batt. eingebaut habe, um meine Starter zu entlasten, da ich auch im Winter mal im Stand höre und meinen Diesel noch loskriegen will.

Die Zusatzbatterie hat dabei noch verschiedene Vorteile (evtl. ohne Trennrelais anders), da z.B. beim Starten des Motors das Radio nicht abschaltet (wegen Spannungseinbruch).

Des ist erstmal meine Meinung.

Seb

p.s. Es reicht eben auch eine einfache Batt. für 45 Euro (Fiamm Premium 65 Ah).

4

Wednesday, February 25th 2004, 11:10pm

Quoted

Original von Physician
- Strom und Masse von Batterie nach hinten
- für Radio Strom und Masse (wichtig: beides!) von Batterie (z.B. 4mm² LS-Kabel)
- Cinch getrennt verlegen (ich weiß schon, dass des bekannt ist)


Mhm, also das kann aber leicht zum Pfeifen werden... Denk ich...
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dermoh

Druffhabinger

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5

Thursday, February 26th 2004, 6:58am

warum sollte das pfeifen?

Hat doch alles den gemeinsamen massepunkt? (minusklemme der bat)
MfG Frank

Twingo_Chris

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6

Thursday, February 26th 2004, 7:32am

? Wenn ich strom und masse für das radio über die Batterie nehme, geht es ja net über die zündung ein.
Zudem ist es ja eigentlich schon direkt an die batterei angeschlossen, nur wie alles im auto über die Karosserie geerdet und das wollte ich jetzt ändern...

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7

Thursday, February 26th 2004, 11:21am

Quoted

Original von dermoh
warum sollte das pfeifen?

Hat doch alles den gemeinsamen massepunkt? (minusklemme der bat)


Ja das schon, aber sobald da Antenne oder Boardcomputer oder sonstwas ins Spiel kommen hast du wieder den Salat... Und du kannst dann hinten nicht mehr verteilen sondern musst für jede noch so kleine Endstufe ein Kabel nach vorne ziehen...

Quoted

Original von Twingo_Chris
geht es ja net über die zündung ein.


Doch, dafür hat das Radio doch zwei Anschlüße für Zündungs- und Dauerplus.
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Twingo_Chris

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8

Thursday, February 26th 2004, 12:12pm

aahhh! Jetzt checks ichs! *blink*

Also guck ich mir einfach die Steckerbelegnung vom Radio an und verbinde plus Pol und minus Pol dauerhaft mit der Batterie über meine neue Verkabelung .. durch das Zündungsplus geht das Radio dann ein und aus.. :]
DANKE für die Aufklärung!

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Fabian

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9

Thursday, February 26th 2004, 12:57pm

Moin!

Ich werde jetzt mal eine kleine Zusammenfassung niederschreiben, weshalb es zum Lichtmaschinenpfeifen wegen Potentialausgleichstströme kommen kann.

Zum Teil werde ich dabei ein wenig vereinfachen, echte Physiker mögen es mir verzeihen.

Jeder (leitende) Punkt eines Autos eines Hauses eines irgendwas hat ein Potential zu einem anderen. Über einen Verbraucher zwischen diesen beiden Punkten liegt eine bestimmte Spannung. Kleines Beispiel: Ein Computernetzteil liefert 3,3V, 5V, 12V und -12V. Das bedeutet wir haben Punkte wo wir ein Potential von 12V gegen Masse (0V) liegen haben. Zwischen diesen Punkten haben wir also eine Spannung von 12V. Bei 5V liegt eben eine Spannung von 5V zwischen 5V-Potential und Masse. Zwischen 12V Potentialpunkt und 5V Potentialpunkt liegen? Richtig! 7V! Zwischen 5V Potential und 3,3V Potential liegen 1,7V. Zwischen +12V und -12V liegen 24V Spannung an.

Nehmen wir jetzt ein Auto: Die Lichtmaschine produziert eine Spannung von sagen wir mal 14V. Optimalerweise ist dies eine Gleichspannung, aber eine gewisse Restwelligkeit ist immer vorhanden.

Jetzt ist es so, daß nicht jeder Punkt im Auto dasselbe Potential von 14V aufweist. Zwischen dem Produzenten (LiMa) und den Verbrauchern liegen durch die Kabel bedingt Widerstände. Nehmen wir eine Radiozuleitung per ISO: Die geht über den Sicherungskasten (vielleicht gar mit Leiterbahnen) über ein Relais oder den Zündschloßschalter. Kurzum: Mannigfaltige Widerstände. Diese bedingen, daß das Potential am Radiostecker z.B. nur noch 13,6 V beträgt. An den Endstufen hinten haben wir durch die dicke Verkabelung ein Potential von 13,9 V.

Das heißt zwischen Radio und der Endstufe liegen 0,3V an. An sich kein Problem, aber die Signalleitung zwischen den beiden Geräten verbindet auf einer ihrer beiden Adern die Massen der Geräte miteinander. Diese 0,3V werden also auf das Musiksignal aufaddiert. Da das Musiksignal meist nur geringe Spannung hat (max. 4V bei aktuellen Geräten) sind 0,3V vergleichsweise viel. Wäre die Spannung von der Lichtmaschine eine Gleichspannung hätten wir kein Problem. Wir würden die Potentialausgleichsströme, also die 0,3V Spannung nicht hören. Da aber diese Spannuzng dieselbe Restwelligkeit wie die von der Lichtmaschine produzierte hat hört man eben diese Welligkeit als Töne, sie wird als "Musiksignal" zum normalen Signal aufaddiert. Das nennt man dann eine Masseschleife.

Ein Entstörfilter macht nun nichts anderes als diese Masseverbindung aufzutrennen ohne eine allzugroße Hürde für das richtige Signal zu bieten. Das geht aber einher mit Klangeinbußen, da meistens zwei billige Spulen genutzt werden.

Bei einem Glasfaserkabel gibt es keine Masseverbindung, das wäre eine gute aber teure Alternative.

Man kann aber auch versuchen die Ausgleichströme zu verhindern indem alle Geräte nicht denselben Massepunkt aber das gleiche Potential haben. Im Grunde genommen hat wie auch immer verkabelt ALLES denselben Massepunkt, nämlich den Pol der Batterie, aber das bringt nix, die Potentiale sind entscheidend.

Durch ein direktes Kabel von Radio zu Batterie kann das Potential verbessert werden, dabei müssen sowohl Masse als auch Plus so gut ausgelegt sein wie die Endstufenverkabelung, also einen ähnlich niedrigen Widerstand aufweisen. Achtung! Das bedeutet nicht, daß das Radiokabel dieselbe Dicke sondern auf die Länge gesehen in etwa denselben Widerstand haben sollte. Dabei die Sicherungswiderstände mit einberechnen. Meist muß man dazu kein großes Geschiß machen, eine gute Verkabelung mit 1,5mm² reicht, Hauptsache sie ist besser als der meist verottete Sicherungskasten-Kram.

Eine zweite und meist auf Anhieb wirksame Möglichkeit ist, die Masse des Radios von hinten nach vorne zu führen und das Radio damit zu betreiben. Potentialausgleichsströme werden dann sozusagen über dieses geleitet. Die genaue Erklärung spare ich mir mal. Wichtig ist in jedem Fall, daß ALLE Geräte wie aktive Weichen oder elektronisch verstärkte Antennen potentielle Störenfriede sind, wenn sie Potentialunterschiede zu Rdio oder Amp aufweisen.

Ich hoffe die Thematik ist damit einigen klar geworden. LiMa-Pfeifen ist meiner Erfahrung nach zu 99% dieser Ursache zuzuordnen, nur 1% fallen auf parallele Verlegung von Strom und Signalkabeln. (Wieso sollte da auch was eingestreut werden, der Kondensatoreffekt ist eigentlich zu gering...)

Gruß

Fabian
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10

Thursday, February 26th 2004, 1:07pm

Freut mich, dass du so gut zugehört hast, als ich dir das neulich erklärt habe! Ist aber auf jeden Fall gut, dass du das dem Rest des Forums jetzt auch mal mitgeteilt hast. 8)
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11

Thursday, February 26th 2004, 1:51pm

AMEN

Super erklärt, deine zukünftige Schule wird sich freuen.
Wir sollten das irgendwo sammlen!

Aber du wolltest mir damit jetzt nicht spezielles sagen, oder?
Würde es denn reichen, einfach mit einem Stromdieb an die erde vom radio zu gehen und die nochmal ZUSÄTZLICH am Verteiler zu erden?
Müsste doch gehen, dann würde die Potentiale über diese Leistung ausgeglichen!?

Gruß Chris

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Thursday, February 26th 2004, 2:22pm

@Olli:

Ich bin bei meiner Verdrahtung sehr konsequent vorgegangen, sodaß ich alle Anschlüsse des Radios selbst verlegt habe. Alle Spannungen vom und zum Radio sind per Relais (galvanisch getrennt?!) von der zweiten Batterie gespeist.
Wenn ich also das Zündschloß drehe, dann schaltet ein Relais das Zündplus von der zweiten Batt. ans Radio.
Andersrum: Wenn die Zusatzbatt. mal unter 11 Volt geht, dann schaltet das Radio ab. die Relais fallen zwar nicht ab, aber die werden ja auch von der Starter gespeist (Steuerspannung/-strom).

Seb

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13

Thursday, February 26th 2004, 5:23pm

Noch als kleiner Tipp zum zurückführen der Masse zur Batterie: verdrill Pluskabel und Masse, das sollte wenigsten ein bisserl störgeräusche eleminieren... meine ich auf jeden Fall mal gelesen zu haben ?( bin mir also nicht safe! :D
Wer Deutsch schreiben kann bekommt auch ne ordentliche Antwort!

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