[...] Wie unzutreffend diese Behauptungen sind, zeigt ein doppelter Blindtest, den vor einiger Zeit die Computerzeitschrift c't durchgeführt hatte. Daran nahmen auch Toningenieure und Opernsänger teil. Es ging darum, die Frage zu klären, ob es hörbare Unterschiede zwischen CDs und der von eingefleischten High-End-Anhängern mitleidig belächelten und als grottenschlecht beurteilten MP3-Komprimierung gibt. Das Ergebnis war niederschmetternd: Lediglich eine Person lag in der Trefferrate soweit oberhalb des Werts, den man auch durch Würfeln statt Hören erreicht hätte, daß man den Schluß ziehen konnte, daß sie tatsächlich manchmal Unterschiede gehört hatte. Wenn schon die Masse der Testteilnehmer zwischen CD und der verlustbehafteten MP3-Komprimierung (d.h. enthält bestimmte Originalgeräusche nicht mehr und ist zudem auf 16 kHz Bandbreite begrenzt!), bei der man auch aus Ingenieurssicht geringe Klangunterschiede fast schon erwartet, keine Unterschiede feststellen konnten, [...]
Erklärend:
[...]Der c't-Leser-Hörtest: MP3 gegen CD
c't bat in Folge unseres kontrovers diskutierten MP3-Schwerpunkts in c't 3/2000 zum Leser-Hörtest:
[...]
Im Klartext heißt das: Unsere musiktrainierten Testhörer konnten zwar die schlechtere MP3-Qualität (128 kBit/s) recht treffsicher von den beiden anderen Hörproben unterscheiden; zwischen MP3 mit 256 kBit/s und dem Original von CD hingegen ließ sich im Mittel über alle Stücke kein Unterschied erkennen: Die Tester schätzten MP3/256 ebenso häufig als CD-Qualität ein wie die CD selbst.
Dass einige 128-kBit/s-Aufnahmen von der kompetenten Hörerschaft (und auch von den ‘Besten’ darunter) durchweg besser beurteilt wurden als die Originale von CD, verblüffte indes selbst den involvierten Redakteur, der - wie er zu seiner Schande gesteht - (und ohne an der Auswertung teilzunehmen) nur 15 Punkte erreicht hatte. Bleibt also abschließend festzuhalten, dass es keine Musikrichtung gibt, die sich besonders gut oder besonders schlecht zur Komprimierung eignet. Offenbar sind es ganz andere aufnahmetechnische Gegebenheiten, die sich später bei zu niedrigen Bitraten rächen.
http://www.audiotreff.de/mp3-cd.html (leicht zeifelhaft, da es keine Normbedingungen gab, sondern eine Online-Befragung war und die 192er waren angeblich mit dem Encoder Xing komprimimiert.)
So... Das sind jetzt 2 Tests die ich kurz gefunden habe. Habe aber schon öfters darüber gelesen. Zum anderen kann ich nur sagen, dass ich ein gut codiertes 192kbit/s nicht vom Orginal unterscheiden kann. Zumindest nicht mit meinen finanziellen Möglichkeiten. Das Problem ist eben nur, dass man im Netz oft wenig gute codierte Aufnahmen bekommt. Deshalb darf man aber nicht sagen: MP3 ist schlecht. Wir haben eben kein absolut geniales Gehör, wie z.B. eines Hundes oder eines Luchses, sondern auch uns sind Grenzen der Wahrnehmung gegeben.
Eigentlich, wenn ich jetzt so denke, sollte ich das nicht posten. War blöde von mir, dass ich es überhaupt angesprochen habe. Ich hoffe mal nicht, dass es solche Schlachten gibt wie in anderen Foren, welche ich eigentlich selber leid bin. Jeder hat eine eigene Anlage. Jeder hat die Möglichkeit durch Komprimieren der OrginalCD und der Zuhilfenahme eines Kumpels einen Blindtest durchzuführen. Jeder soll also einen eigenen Test durchführen und sein eigenes Urteil machen.
MfG Phil