Ich poste hier mal einen kleinen Text, weil es mir selbst nicht möglich ist, einen Blindtest zu machen habe ich mal einen Text von einer Firma kopiert die selbst LS herstellt! Und vorher aber darf ich aber auch darauf aufmerksam machen: Es geht her nicht primär darum, dass es Vollkupfer vs. Litze ist, sondern dass hier von der Fertigung billiges 08/15 Kabel für einen horrenden Preis abgegeben wird.
Das Thema "Kabelklang" wird sehr kontrovers diskutiert.
Schon allein die Vorbereitung eines Kabeltests ist extrem
schwierig. Wenn die Jury nicht ahnen soll, was überhaupt getestet
werden soll, dürfen auch keine auffälligen Kabelstränge herumliegen.
Man muss einen fernbedienbaren Schaltkasten haben, der
beide Seiten des Kabels extrem sauber und mit einem Übergangswiderstand
von möglichst unter 1 milli-Ohm schalten kann; die
ganze Angelegenheit muss hinter einem akustisch sehr durchlässigen
Vorhang stattfinden. Wir verwenden ein relativ weitmaschiges
Moskito-Netz, das mit einer Halogenlampe angestrahlt
wird, damit man nicht sehen kann, was dahinter aufgebaut ist.
Es ist schwer, selbst von einer Gruppe erfahrener Tester statistisch
aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, da sich die Hörempfindungen
oft deutlich widersprechen. Es ist, wie schon erwähnt,
sehr wichtig, dass solche Tests als absolute Blindtests durchgeführt
werden, bei denen kein stimmberechtigtes Jury-Mitglied
ahnt, ob Verstärker, CD-Player, Boxen oder Kabel getestet werden
sollen. Die Ergebnisse müssen schriftlich abgeliefert werden, weil
jede Art von Kommunikation die Tests drastisch verfärbt (– oft
reicht schon ein anerkennender Blick des „Ober-Guru“ für ein
totales Desaster im Resultat).
Kabelwiderstand
Als Ergebnis vieler Hörtests können wir sagen, dass es eindeutig
hörbare Unterschiede des Kabelwiderstandes gibt. Wenn eine
Box einen Impedanzverlauf von 4 bis 20 Ohm (in Abhängigkeit
von der Frequenz) hat, erzeugt ein Kabelwiderstand von 0.1 Ohm
bei diesem Lautsprecher eine Frequenzgangveränderung von
0.2 dB und ist dann gerade noch unterscheidbar. Das ist z. B. bei
7 m Kabel mit dem Querschnitt 2 x 2.5 mm2 der Fall. Mit 2 x
4-mm2-Kabeln ist man bei dieser Länge (selbst bei Boxen mit
stark schwankendem Impedanzverlauf) auf der sicheren Seite.
Hörräume, Boxen-Aufstellung, Klangregler, DSP-Systeme und Anschlusskabel.
Allgemeine Betrachtungen – und ein bisschen Philosophie.
KLANGOPTIMIERUNG
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Skin-Effekt
Bei üblichen (preisgünstigen) Lautsprecherkabeln – aber auch bei
manchen Exoten für 150 Euro pro Meter – kann der „Skin-
Effekt“ (bei dem die Leitfähigkeit dadurch reduziert wird, dass
die Elektronen zur Oberfläche des Leiters drängen) im Extremfall
bei hohen Frequenzen den Widerstand (gegenüber dem von
Gleichstrom) messbar erhöhen. Vereinzelt sind statistische
Tendenzen in den Hörtests zu erkennen, die eine große
Leiteroberfläche als vorteilhaft bestätigen könnten. Vorsichtige
Menschen kommen also mit 2 parallel geschalteten
2 x 2.5-mm2-Kabeln weiter als mit einem 2 x 4-mm2-Kabel.
Außer Kupferquerschnitt und Leiteroberfläche konnten wir in den
Hörtests überhaupt nichts über Klangunterschiede bestätigen.
Alle anderen Effekte, wie z. B. Induktivität oder Kapazität eines
Kabels machen auch messtechnisch wesentlich weniger Unterschied,
sollten in der Praxis also ebenfalls bedeutungslos sein. Die
Materialbeschaffenheit z. B. sauerstofffreies oder "fast einkristallines"
Kupfer ist messtechnisch praktisch nicht mehr nachweisbar,
sollte also ebenso bedeutungslos sein (Silber hat einen
um etwa 4% niedrigeren Widerstand als Kupfer, also dürften die
Silberleiter statt 4 mm2 dann 3.85 mm2 haben)! Unser bestes
Messsystem hat eine Frequenzgang-Grundgenauigkeit von
+/- 0.005 dB und einen Grundklirrfaktor von 0.0003 %. Die
jeweiligen Auflösungen sind noch einmal um den Faktor 10
besser. Damit kommt man dem Problem aber trotzdem nicht bei!
Mechanische Unterschiede
Bei Impulsmessungen kann man erstaunlicherweise ganz leichte
Unterschiede herausfinden, die von der mechanischen Beschaffenheit
der Isolation stammen! Durch Kontraktion bzw. Ausdehnung
des Abstands zwischen den beiden Leitern eines Lautsprecherkabels
infolge elektromagnetischer Kräfte (auch in Abhängigkeit
vom Erdmagnetismus und anderen Magnetfeldern),
gibt es kleine Bewegungen und dadurch eine Art „Mikrofonie-
Effekt“, der so klein ist, dass er am Oszilloskop zwar nicht direkt
aber über Differenz-Messung von Ein- und Ausgang des Kabels
nachweisbar ist; vor allem, wenn das Kabel stark induktiv oder
kapazitiv belastet wird.
Mit der Differenz-Messmethode sind auch „Verbesserungen“
unterscheidbar, die durch abisolierte und dann in Epoxidharz-
Rohren eingegossene Kabel erzielt werden konnten. Auch Versuche
mit tiefgekühlten Kabeln, deren Isolation durch flüssigen
Stickstoff "bretthart" und spröde wurde, brachten messtechnisch
nachweisbare Ergebnisse.
Dass dieser Effekt hörbar (oder von Bedeutung) sein soll,
konnten wir in den Hörtests nicht bestätigen; das wäre angesichts
der Intensität (Promillebruchteile) auch eher unwahrscheinlich
gewesen.
"Herbeigewünschte" Unterschiede
Es gibt aber ein ausgeprägtes Bedürfnis, Kabelunterschiede hören
zu wollen:
Wenn bei uns Blindtests durchgeführt werden, gibt es üblicherweise
als schriftliche Bewertungen das Ergebnis „keine
Unterschiede“. Wenn bei Hörtests bekannt war, dass Kabel
getestet werden sollten, gab es fast immer Bewertungen wie
„besser“, „schlechter“, „klarer“, „impulsiver“, „weicher“ oder
„verschwommener“ – was sich aber statistisch die Waage hielt.
Wenn aber der Lautstärkepegel bei einem beliebigen Kabel um
lediglich 1 dB angehoben wurde, schnellten die statistischen Auswertungen
bezüglich „besser“ oder „dynamischer“ schlagartig
auf eine Trefferquote von fast 100 %!!
Trotzdem werden in unserem Labor selbst angefertigte,
abgeschirmte, „koaxartig“ aufgebaute Kabel mit 2 x 16 mm2 verwendet.
Dabei ist uns einfach egal, dass sämtliche Theorien über „Wellenwiderstand“,
„Induktivität“ oder „Kapazität“ von Lautsprecherkabeln
eigentlich nur für Hochfrequenz-Übertragung relevant
sind (von HF-Technikern werden alle analogen HiFi-
Anwendungen scherzhaft unter dem Oberbegriff „Gleichstrom“
betrachtet).
Uns wird häufig vorgeworfen, dass wir versuchen, Kabelunterschiede
im Direktvergleich zu ermitteln; denn viele
Menschen, mit denen ich mich über dieses Thema unterhalten
habe, schwören, dass sich die hörbaren Unterschiede erst nach
Wochen einstellen.
Insgesamt ist mir diese Sichtweise jedoch einfach zu „esoterisch“.
Da es aber riesige Klangunterschiede bei Hörräumen und Lautsprechern
und große Unterschiede bei Unverträglichkeiten
zwischen Verstärkern und Lautsprechern geben kann, erscheint
uns eine Diskussion über klangliche Unterschiede von kurzen
Kabeln großen Querschnitts wie ein Disput über den Luftwiderstandsbeiwert
eines Traktors auf dem Acker! Wir empfehlen bei
kleineren Boxen bis zu Kabellängen von etwa 7 m das von
uns als Zubehör lieferbare, hochwertige 2 x 2.5-mm2-Kabel mit
transparenter Isolation. Gegenüber Leitungen mit sehr geringem
Querschnitt wird damit das Klangbild merklich dynamischer.
Eine weitere Steigerung auf 2 x 4 mm2 oder darüber ist bei einer
Länge unter 10 m nur mit sehr guten Anlagen als leichte Verbesserung
zu hören.
Es gibt allerdings geradezu furchterregende Klangbeeinflussungen
durch lockere oder oxidierte Lautsprecherklemmen
und durch korrodierte Relais-Kontakte in den Ausgangsstufen
(meist älterer) Verstärker.
Achtung: die Kabelenden bei Klemm- und Schraub-Kontakten
nie verzinnen! Nach einiger Zeit können sonst an den
oxidierten Lötzinnoberflächen „halbleiterartige“ Übergangswiderstände
auftreten, die Verzerrungen erzeugen.