bei neuen bässen verträgt die schwingspule nicht die volle leistung
Warum? Es handelt sich um einen Kupferlackdraht. Daß der beim ersten mal warm werden "riecht" ist ganz normal, das macht fast jeder Lack, wenn er eingebrannt wird. Und weshalb sollte dieser Draht im neuen Zustand weniger Leistung vertragen? Er gewinnt ja durchs Einspielen keinen Quadratmillimeter Querschnitt dazu.
Die Aussage ist physikalisch leider nicht haltbar, aber vielleicht gibts ja einen anderen Grund, den du mir erläutern kannst.
bedeutet der bass nicht verzert sonder fängt an zu stinken.
Auch falsch. Die Verzerrungen kommen von der Endstufe, wenn diese in einen Bereich mit hohem Klirrfaktor fährt oder meinst du das Schnarren, wenn der Bass voll durchschlägt? Das passiert bei neuen Subs eher weniger als bei eingespielten, weil die Sicken härter sind. Wieso sollte der Sub statt zu verzerren lieber das Stinken anfangen?
machst du das nur 1 sec zu lange ist die schwingspule durch.
Mache ich was genau eine Sekunde zu lange? Zuviel Hitze kann zu einem Schmelzen des Kupferdrahtes der Spule führen. Nur ist diese Wärmeentwicklung bei eingespielten Woofern und gleicher Leistung dieselbe. Na gut, um Nuancen dürfte es sich unterscheiden, weil der Sub im eingespielten Zustand vielleicht nen Millimeter mehr Auslenkung bei gleicher Leistung macht und so mehr Warmluft aus dem Luftspalt zwischen Spule und Magnet "gepumpt" wird. Das sind aber vermutlich kaum meßbare Unterschiede.
Braten tut man eine Schwingspule durch zuwenig Leistung des Amps, also durch hohe Gleichströme. Dann ist der Hitzeabtransport ein Problem und es wird irgendwann zu warm. Das kann aber im eingespielten Zustand genauso passieren.
lieber eine nacht einschwingen lassen.
Wirklich schaden wird das nicht, aber es ist für viele nicht so einfach durchführbar. Frei einwobbeln daheim an einem (zu schwachen?) HomeHiFi-Amp mit einem 20Hz Signal dürfte für viele "Normalos" nicht ohne Gefahren für den Woofer durchführbar sein.
Man sollte bei jedem neuen Woofer anfangs nicht 100% geben, weil man sich an den Klang gewöhnen muß und nicht sofort hört, wenn er verzerrt. Das ist jedoch bei eingespielten nicht anders.
Ich bleibe dabei: Wenn man kurz vorm Wettkampf einen neuen Woofer einsetzen muß oder Gehäuse abstimmt kann es sinnvoll sein, den Woofer einzuspielen, weil sich die TSP in den ersten Stunden deutlich ändern. Das tun sie ürigens über die gesamte Lebensdauer des Subs hinweg, aber nach den ersten Stunden weit weniger schnell.
Ansonsten bleibt es für mich Panikmache bzw. ein netter Gag an der Tankstelle um rumzuprollen, daß man seinen superteuren XY-Woofer auch extra 20 Stunden eingespielt hat, wie es auch die Profis tun.
Gruß
Fabian