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cyclonX

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1

Wednesday, October 5th 2005, 8:31pm

Spachteln

Wollte mal fragen ob hier einer weiß, wie ich den Epoxydharz flüssiger bekomme.
ALso so. dass er besser in die glasfasermatten einzieht.
Hatte den Tip bekommen ein bischen Spiritus beizumischen.
Hab nen kleinen sritzer zum test schon beigemischt aber wurde auch nicht wirklich dünnflüssiger wollte es jetz aber auch nicht übertreiben mit dem spiritus. Nachher wirds nicht mehr richtig hart....

Also hat von euch noch einer nen guten Tip?
Was für einen Harz Habt ihr verwendet bzw.war der flüssig genug?

bjoern

hat imma keene Zeit...

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2

Wednesday, October 5th 2005, 9:06pm

RE: Spachteln

Hi,

also so weit mir bekannt ist, verwendet man zum Tränken von Glasfasermatten kein Epoxydharz sondern Polysterharz. So habe ich es zumindest immer gemacht. Und das ging ganz gut, vorrausgesetzt man hat ein gutes Verhältnis zwischen Härter und Harz hinbekommen.

Epoxydharz wird beispielsweise verwendet um Risse im Mauerwerk zu füllen und zu stabilisieren. Aber für GFK-Arbeiten ist das nicht so geeignet.

Gruß, Björn
Wenn man an die Decke schaut kann man ganz schlecht schlucken...

cyclonX

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3

Wednesday, October 5th 2005, 9:13pm

mh....ich habe das genommen, was mir der "baumarktfachverkäufer" ;-) empfohlen hat.da ich selbst auch nicht wusste ob epoxyd oder poliesterharz..

bjoern

hat imma keene Zeit...

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4

Wednesday, October 5th 2005, 9:16pm

Da sieht man mal wieder wie gut die Leute "vom Fach" bescheid wissen. Aber mal schauen was die anderen so dazu sagen. Ich will mich ja nicht zu weit herauslehnen. Soviel Erfahrung hab ich mit dem Zeug auch noch nicht.
Wenn man an die Decke schaut kann man ganz schlecht schlucken...

cyclonX

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5

Wednesday, October 5th 2005, 9:21pm

Hab mir grade mal den kattalog von R&G Faserverbundwerkstoffe besorgt und nachgeschaut....Dort steht, dass man beide Harze zum Tränken von Glasfasermatten verwenden kann.

Dort gibts natürlich auch welche wo extra beisteht "dünnflüssig". wollte mir nur eigentlich kein neuen bestellen sondern den alten irgendwie dünnflüsiger machen.

Physician

Ostkind

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6

Thursday, October 6th 2005, 9:58am

Du kannst auch Epoxidharz benutzen für GFK-Arbeiten, es wird aber weniger empfohlen, da es verschiedene Probleme damit geben kann.
Bin mir nicht sicher, meine aber, dass die Ausdehnung zu groß ist und am Ende das Laminat insgesamt sehr spröde wird.

Vielleicht kann das wer aufklären.

Im Modellbau verwendet man aber häufig Epoxid, wieso auch immer. Dort macht man Boots- und Flugzeugrümpfe damit.
Wie man das Harz flüssiger bekommt kann ich dir nicht sagen, aber bei R&G wirst du sicher diverse Zusätze finden, die evtl. auch das bewirken.

Gruß, Seb

Hardy

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7

Thursday, October 6th 2005, 6:25pm

RE: Spachteln

Epoxydharz ist für Lautsprechergehäuse ( Doorboards und Subwooferkisten) weniger geeignet weil es zu sehr aushärtet und durch die Vibrationen der Lautsprecher sich Risse bilden können. Polyesterharz hat insgesamt eine weichere Struktur.

Um das Epo zu verdünnen versuch mal Aceton, müsste funktionieren.
gruß Hardy

Jeder neue Tag wird besser als der vergangene !

darkstar

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8

Thursday, October 6th 2005, 10:08pm

ich würd nicht einfach was dazuschütten, sondern schaun was als lösungsmittel verwedet wird (steht sicher drauf) und dann von dem noch was dazugeben.

9

Thursday, October 6th 2005, 11:08pm

Epoxidharz vs. Polyesterharz

Unterscheidungshilfe Epoxid- und Polyesterharz:
Epoxidharz wird im Verhältnis von ca. 70 - 30 bis 50 - 50 mit Härter gemischt, je nach Hersteller und Rezeptur.
Polyesterharz wird im Verhältnis 99 - 1 bis 97 - 3 mit Härter gemischt, je nach verwendeter Menge (kleine Menge -> mehr Härter), Temperatur (niedrige Temp. -> mehr Härter), und Trockenzeit (kürzere Zeit -> mehr Härter).

Wenn also beim Harz recht viel Härter dabei war => ist es Epoxidharz
Wenn nur ein kleines Fläschchen dabei war => ist es Polyesterharz

Epoxidharz braucht meist länger als Polyesterharz zum aushärten, ich kenne z.B. Härter mit 24 und sogar 48 Stunden Aushärtungszeit. Es gibt aber auch welche mit 30 Min. Reaktionszeit.
Die Aushärtungszeit ist bei Epoxidharz grundsätzlich vom verwendeten Härter abhängig, das angegebene Mischungsverhältnis muss möglichst genau eingehalten werden, um eine höchstmögliche Festigkeit zu erreichen.

Neben mechanischen Vorteilen (höhere Festigkeit, höhere Steifigkeit) und einem geringeren Schwund beim Aushärten hat Epoxidharz noch einige andere Vorteile, die in einigen Bereichen (Boots- und Flugzeugbau) den höheren Preis und z.B. die geringe UV-Stabilität wettmachen.

Als Lösungsmittel für Epoxidharz werden reaktive Verdünner wie z.B. Aliphate verwendet. (Keine Ahnung, was das ist, hab ich nur abgelesen.)
Als Lösungsmittel für Polyesterharze wird zumindest teilweise Styrol verwendet.
Da Styroldämpfe beim Einatmen giftig sind, immer mit entsprechender Atemschutzmaske arbeiten!! Auch sonstige Verarbeitungs- und Sicherheitshinweise bitte beachten!

Zur Reinigung des Werkzeuges verwendet man bei noch flüssigen Polyesterharzen Aceton, ob man das auch als Verdünner nehmen kann, weiß ich jedoch nicht.



Mein Ratschlag ist:
Polyester-Laminierharz kaufen (z.B. online im Bootsbau-Zubehör recht günstig), damit ist
1. das Mischungsverhältnis weniger kritisch als bei Epoxidharz
2. eine gute Durchtränkung der Fasern sichergestellt
3. kein Herumexperimentieren mit z.T. gesundheitsschädlichen Substanzen nötig

Die zusätzliche Investition ist zwar im Augenblick ärgerlich (warum etwas Neues kaufen, wenn man was Ähnliches da hat?), aber ich befürchte, dass die Freude über das gesparte Geld weniger lang anhält als der Ärger über das schlechte Ergebnis mit dem dann verpanschtem Epoxidharz, der möglicherweise nicht zum Laminieren bestimmt war.

Gruß
Günther

TStarGermany

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10

Friday, October 7th 2005, 1:57am

Quoted

Epoxidharz wird im Verhältnis von ca. 70 - 30 bis 50 - 50 mit Härter gemischt, je nach Hersteller und Rezeptur.
Polyesterharz wird im Verhältnis 99 - 1 bis 97 - 3 mit Härter gemischt, je nach verwendeter Menge (kleine Menge -> mehr Härter),


mhm wicked,als ich mit kumpel das subgehaeuse inner reserveradmulde gemacht hab,wars epoxidharz mit ner kleinen flasche haerter,konnte man zwischen 1% und 3% dazumischen... mit pinzette und waage...
was die loesungsmittel angeht: styrol is wohl bei beiden weit verbreitet :\\
Mfg TStar

12get

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11

Friday, October 7th 2005, 5:36am

Hab gerade den Baue einer Reserveradmulde hinter mir.

Schon mal eins vor weg: Finger weg von dem Zeug aus dem Baumarkt, ATU und Konsorten. Das Zeug ist viel zu teuer und qualitativ minderwertig.
Bei dem aus dem Baumarkt kommt der Härter als Paste in Tubenform, was sich schon mal recht schlecht vermischen lässt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, das es länger zum trocknen braucht.
Ließ sich nicht wirklich gut verarbeiten, war spröde, unter Umständen aber auch durch den exesiven Einsatz des Heißluftfön's.
1Liter dürfte wohl 14€ kosten, dazu kommen noch die Matten, die im Baumarkt auch recht teuer sind. 1Liter ist verdammt schnell weg, habe locker 5 Liter gebraucht
Hab, nachdem die Mulde dann fast fertig war, jedoch leider auch so verhunzt war, das sie nicht mehr geeignet war, das Teil in die Tonne gedrückt. Das waren dann grad mal 70-80€ in den Sand gesetzt.


Daraufhin bei ebay für 50€ inkl. Versand 6Liter und 5m² Matten gekauft.
Härter ist dünnflüssig, lässt sich also besser mischen, verarbeiten lässt es sich leichter, trocknet schneller an, trotzdem kann man mehr in einem Gang machen. Die Matten sind auch doppelt so dick, wie die im Baumarkt erhältlichen, spart wieder einen Arbeitsgang. Hab jetzt bestimmt noch ein bis 1 1/2 Liter und 3m² Matten übrig, für Kleinigkeiten die noch anfallen, wie Centerspeaker-Gehäuse oder so, immer gut geeignet.

Das Bezieht sich alles auf Polyesterharz. Mit Epoxydharz hab ich keine Erfahrung. Hingegen bringe ich noch Acrylharz ins Spiel. Mein Vater hatte davon mal ne Dose mitgebracht. Wird im Schwimmbäderbau für Wasserrutschen verwendet, auch zusammen mit Glasfasermatten, soll nach ner halben Stunde begehbar sein. Weis ja nicht, vielleicht war's schon zu alt. Der Härter war nen Puder, gestunken hat's noch schlimmer als Polyester, halbwegs hart ist es trotz Heißöuftfön erst nach über 10 Stunden geworden, wobei ich auch Tage später noch klebrige Stellen entdeckt hab. Vielleicht weis da einer mehr drüber.
MFG
Stefan


Equipment:
HU: Clarion DXZ 958RMC+DCZ628+DAH913 DAB-Tuner
HT: Andrian Audio A25 an Genesis B40
TT: Andrian Audio A165 an Rockford Fosgate Punch 200ix
Sub: JL Audio 12w6v2 in GFK-Reserveradmulde an Rockford Fosgate Power 250m2
Sonstiges: Dietz 1F Cap

cyclonX

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12

Friday, October 7th 2005, 12:25pm

danke schonmal für die vielen beiträge.....


Also werde das wohl wirklich mir Polyesterharz machen.
Eine niedrigere Viskosität erreicht man mit Styrol. Bei Epoxyd is das wirklich nicht so einfach.
Und die Tropfzeit bei Polyester lässt sich durch nen anderen Härter auch verlängern.

Jetzt is nur noch die Frage beim Laminieren mit Polyester:
eine schicht Glasfasern erst trocknen lassen und dann die nächste auftragen oder gleich mehrer aufeinander??? (das geht aus dem Katalog und Handbuch von R&G nicht so wirklich vor)

Hat einer ne Adresse wo es das zeug günstig gibt??? (außer ebay da ich auch noch zusätze und so bestellen möchte und mir versand sparen möchte)

13

Friday, October 7th 2005, 1:41pm

Ausschlaggebend ist die Gesamtdicke des Laminats. Die Anzahl der Schichten hängt von dem Gewicht der Fasern ab (g/m²). Bei schweren Matten kann man weniger Lagen auf einmal legen als bei leichteren, da sie mehr Harz aufnehmen.
Das Problem sind dabei nicht die Matten, sondern die Wärme, die beim Aushärten entsteht. Bei zu großer Gesamtdicke kann sich das Laminat durch die Hitze verziehen oder Blasen werfen, wenn das Harz zu kochen beginnt. Das ist mir schon einmal passiert, allerdings im Rührbecher, wo das Harz drinnen war.

In der Car&Hifi war, glaube ich, einmal etwas von ca. 5 mm Schichtdicke pro Arbeitsgang gestanden.
Wenn zwischen den einzelnen Arbeitsgängen mehr als 24 Stunden liegen, sollte man die Oberfläche des alten Laminats leicht anschleifen.

Hier noch ein paar Adressen, wo man Harze, Fasern und Zubehör bestellen kann:
http://www.beigerber.de/
http://www.bootsservice-behnke.de/

Wer auf der Suche nach Carbon- oder Kevlarfasern ist, kann diese Seite mal besuchen:
http://www.carbongewebe.com/

Die Rühl Puromer GmbH stellt Harze, Schäume, Verdünner etc. her, aber die verkaufen glaube ich nicht direkt. Trotzdem sehr interessant zu sehen, was es noch so alles gibt:
http://www.ruehl-ag.com/

Gruß
Günther