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Shakerz

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1

Thursday, October 13th 2005, 11:42am

Differenzverstärker

Hallo,

ich hab da mal eine Frage. Wer von euch kann mit dem Begriff "Differenzverstärker" etwas anfangen. Angeblich soll es sich um ein aktives Gerät handeln, das in die Cinchleitung gesteckt wird und dort eine Spannung auf den Schirm gibt. Sinn und Zweck des ganzen soll sein, das induktive Störeinstrahlungen nicht auf das Cinchsignal zugreifen können.

Ich kenn leider nur den Begriff Differenzsignal...:-(

Danke im Voraus.


S.

EPICENTER

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2

Thursday, October 13th 2005, 1:33pm

Berechnet einen Hot / Cold Unterschied der Signalleitung und das des Störsignals wird herausgerechnet. Der Differenzverstärker bewirkt eine hohe Gleichtaktunterdrückung, welche die Anfälligkeit für Störsignale minimiert!

So weit ich das noch zusammen bring!

Gruß Martin
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3

Thursday, October 13th 2005, 5:53pm

Wird normalerweise in der professionellen, symmetrischen Audiotechnik verwendet (Tonstudios, Konzert-PA-Anlagen).
Das Audisignal wird über geschirmte, 2-adrige Leitung übertragen. Die Spannungsdifferenz zwischen diesen beiden Adern ist das Signal.

Der Schirm dient wirklich nur zur Abschirmung und wird auch nur an einem Ende der Leitung an Masse angeschlossen. Die Verbreitung des Massepotentials ist unerwünscht und führte früher auch zu Unfällen auf der Bühne (Stromschlag am Mikro ;( ).
Die beiden Adern sind verdrillt, so daß beide von elektomagnetischen Störfeldern möglichst identisch betroffen sind, welche sich so als Gleichtakt-Störungen am Leitungsende äußern. Diese werden vom Differnzverstärker-Eingang wieder beseitigt.

Erklärung für Elektronik-Fachleute: schwere Kost...

Anwendung in der Audiotechnik, um Masseschleifen zu beseitigen:
- Differenzverstärker zum selber nachbauen hier
- Vorhandensein von Differenzverstärkereingängen an der eigenen Endstufe nachmessen oder
- fertigen Differenzverstärker zum Nachrüsten kaufen hier

Bye

Shakerz

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4

Thursday, October 13th 2005, 6:03pm

Danke an euch beide. Hervorragende Antworten. Und das gesuchte Teil wird auch gleich mitgeliefert. Werd mich dann gleich mal drüber machen und mich mit dem Problem auf Grund meiner neuesten Erkenntnisse auseinandersetzen und vermtl. einen solchen Differenzverstärker bestellen.

@Torrance
Ich gehe davon aus, daß es notwendig ist, auch symmetrische (also verdrillte) Kabel zu verwenden?


Gruß

S.

5

Friday, October 14th 2005, 1:50pm

@Shakerz
Hast Du mal an Deiner Endstufe nachgemessen, ob sie Differenzverstärkereingänge hat?

Verdrillte Kabel sind besser, wenn parallel zur Audioleitung irgendwelche verseuchten Leitungen verlaufen. Das kann z.B. die Stromzufuhr zu einer Endstufe mit Inverter (Schaltnetzteil zur internen Erzeugung höherer Spannung) sein.
Diese Störungen durch Einstreuung kann man aber vermeiden durch getrennte Kabelverlegung. Wenn Du trotzdem die bessere Variante wählen willst: Computernetzwerkkabel (Cat-5) ist geschirmt und hat 4 verdrillte Adernpaare, wovon dann 2 verwendet werden.

Ich habe nur die normale Chinchleitung (und den Differenzverstärker) im Einsatz. Parallel dazu verläuft ein RS232-Datenkabel zum Bedienterminal des MP3-Players, was aber nicht als Störung wahrnembar ist.

Shakerz

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6

Thursday, October 20th 2005, 12:09pm

Wie soll ich an der Endstufe messen, ob Differenzeingänge vorhanden sind?


Gruß

S.

Shakerz

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7

Thursday, October 20th 2005, 12:31pm

Hallo,

meine Frage hat sich erledigt. Habs grad gelesen, wie es gemessen werden kann.

Andere Frage:

Kann ich das Vorhandensein einer Störspannung U² auch herausmessen? Fakt ist ja, wenn ich diese U² messtechnisch nicht feststellen kann, dann ist bei der Fehlersuche dieses Thema ja ziemlich schnell abgearbeitet und ich brauch nicht länger in diese Richtung reinarbeiten.

Oder wie ist in der Praxis die intelligenteste Vorgehensweise, um dieses Probelm auszuklammern?

Wenn ich genau gelesen habe, dann müßte doch die Verwendung symmetrischer Cinchkabel ausreichen, um den gleichen Effekt wie mit dem Differenverstärker zu erreichen (Entkopplung der Signalmasse)?

Noch eine Frage:

In einem anderen Thread hast du geschrieben, daß der Inverter des Verstärkers bei der Transformierung der Spannung hörbare Eigengeräusche verursachen kann. Mit Inverter meinst du vermtl. das getaktete Netzteil, oder?


Gruß

S.

This post has been edited 1 times, last edit by "Shakerz" (Oct 20th 2005, 12:32pm)


8

Thursday, October 20th 2005, 1:30pm

Ohje...

also differenzverstärkung ein Cinchkabel würde ich tunlichst unterlassen.

--> Offene kontakte an Potential... auwaia... das gibt stressige und rauchende OPAs.


Erkennen kann man solche dinge ganz easy: XLR anschlüsse. Bei den meisten Aktivmodulen vorhanden. Aber im Car Hifi bereich eher unüblich. - ist mir zumindest unbekannt :baby:

diese XLR kabel haben 3 Adern. 2 mal für die Differenz und eine Masse.

Shakerz

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9

Thursday, October 20th 2005, 6:47pm

@Sacki

So schlimm wie du es jetzt darstellst kann es nicht sein. Symmetrische Kabel haben grundsätzlich nur auf einer Seite die Masse aufgelegt und mir ist bisher noch kein Verstärker abgeraucht.

Fraglich ist dann auch, warum symmetrische Kabel so teuer sind, wenn sie die Verstärker um die Ecke richten. Ich hab z. B. mit dem Dietz München nur beste Erfahrungen gemacht. Desweiteren war dieses Kabel oft der "Retter in der Not".


Gruß

S.

flohfix

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10

Wednesday, October 26th 2005, 3:11pm

Hmm, also ich hab mir die Bauanleitung da mal angekuckt. So schwer dürfte das ja nicht sein, wenn ich nur die Teile genau finden würde. Ich hab leider keine Ahnung von den Bauteilen selbst. Löten und Pläne lesen ist mir ab ernicht fremd *g* Evtl. würde sich mal jemand dazuhinreissen lassen mir die passenen Artikelnummern bei Conrad, Reichelt oder sonst wo rauszusuchen, da es einfach zu viel Auswahl gibt. Die Liste gemäß der Bildern wäre:

4 Cinch Printbuchse TOBU
1 100nF C1
1 220µF C2
2 10µF C3, C4
8 15kOhm R1-R8
1 ICL7662CPA IC1
1 TL074N U1
1 Anschluss +12V
1 Leiterplatte
1 Gehäuse

Grade bei dem TL074N, bei den Widerständen und Kondis hab ich so meine Problemchen. o.0

Würde das Dingens gerne mal bauen und testen... die Bauteile ansich sind ja nicht soooo teuer....
Grüßle Flohfix

HU Pioneer 3600; 2xPhonocar 2/735 und Canton RS2.13/T an Xetec P4; CV Stealth 12D an Xetec P2 DIY meine Dobos

flohfix

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11

Sunday, November 20th 2005, 11:31pm

Erste Schritte sind gemacht... hier mal die fertig geätzte Platine. Habs mit der Bügeleisenmethode gemacht ==> http://thomaspfeifer.net/index2.htm

Grüßle Flohfix

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Onkel Alex

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12

Monday, November 21st 2005, 8:45am

siehst ja schonmal nicht schlecht aus.
die seite ist übrigens klasse! ich denke, jetzt weiss ich wie ich meine platinen ätze :D
Biete: KLICK
Suche: Bedienteil Alpine 9812RR oder 9813R oder 9815(US-Modell)

13

Tuesday, November 22nd 2005, 5:20pm

Kleiner Verbesserungsvorschlag:
Die Schirm-Anschlüsse der beiden Eingangsbuchsen getrennt lassen, nicht miteinander verbinden.
Grund: Die beiden Chinchleitungen können unterschiedlichen elektromagnetischen Strahlungen ausgesetzt sein. Die Kompensation dieser, im Gleichtakt auftretenden Störungen wäre dann besser.

Funktionieren sollte es so aber trotzdem, da die Unterdrückung des LIMA-Pfeifens ja hauptsächlich durch das Vermeiden des Masse-Ausgleichsstroms über die Chinchmasse erreicht wird.

Hast Du auf möglichst geringe Toleranzen bei den 15k-Widerständen geachtet? Je weniger die voneinander abweichen, desto besser ist die Gleichtaktunterdrückung.
Guckst Du hier (Absatz "Präzise Gleichtaktunterdrückung, statisch")

Gibt's schon Testergebnisse?

Bye