Also dan:
Durch den Einsatz einer Laufzeitkorrektur (LZK) hat der Anwender die Möglichkeit Frontsystem, Rearfill und Subwoofer getrennt anzusteuern. Bei einer 3-Wege Variante werden Hochtöner, Mitteltöner und Tieftöner einzeln eingestellt.
Dies ist notwendig, da die Lautsprecherverteilung im Auto durch die vorgegebenen Einbauplätze sehr unvorteilhaft für den Raumklang und das gesamte Klangbild ist.
Der vordere linke Hochtöner (Fahrerseite) wird immer lauter/näher wahrgenommen als z.B. der rechte Hochtöner auf der Beifahrerseite. Durch den Einsatz einer LZK verzögert man also den linken Hochtöner um ihn an den rechten anzupassen. Das heißt: Der linke Lautsprecher erhält sein Musiksignal "später" (hier handelt es sich um Millisekunden) als der rechte. Ebenso verhält es sich mit dem Subwoofer. Da er meist der am weitesten entfernte LS ist, wird er als grundlage der Berechnung/Korrektur genommen. Alle anderen LS des Systems werden an den Sub angepasst, sodass die Musiksignale aller LS gleichzeitig beim Hörer ankommen. So wird die Bühne im Auto nach vorne auf das Armaturenbrett gezogen und der Raumklang verbessert sich deutlich.
Im Regelfall verfügen heute alle höherklassigen Radios über eine integrierte LZK. Die Verzögerung wird entweder in ms (z.B. Alpine) oder in cm (z.B. Clarion) eingestellt. Man misst also die Abstände der LS im Auto zum Hörer und stellt diese dann am Radio ein. Kann die Verzögerung nur in ms eingestellt werden, ist es notwendig, die Verzögerung nach einer Formel zu berechnen. Die errechneten Werte werden dann im Radio eingegeben.
So, hoffe es sind alle Klarheiten beseitigt.
Mfg Mario