Lieber Leser,
in diesem Beitrag ist beschrieben, wie die ersten Schritte meines aktuellen Einbaus geschehen sind.
Da hier eine Nachbetrachtung gemacht wird, enthält der Beitrag auch kritische Bemerkungen und Wertungen!
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So, jetzt gehts aber los.
Basis für den Einbau ist mein aktuelles Fahrzeug, ein Passat Variant (3BG; Trendline; TDI 96 kW).
Fotos vom Fahrzeug werde ich bei Gelegenheit mal nachreichen. Eine etwaige Vorstellung sollte ja soweit erstmal vorhanden sein (ansonsten: "google is your friend"

).
Der Einbau wurde "von langer Hand" geplant, also weitgehend durchdacht und geplant realisiert. Wobei man richtigerweise sagen muss, dass weiterhin geplant realisiert wird. Fertig ists ja noch lang nicht.
Das Konzept sieht vor:
- drei Wege vorn, somit auch Möglichkeit für anderthalb Wege
- Subwoofer im Kofferraum
- Beibehaltung der originalen "Headunit", da Integration von Navigation und Lenkradfernbedienung vorhanden
- Türen vorn mit TMT/TT und HT
- Armaturenbrett mit MT/BB
- Elektronik in der Radmulde
- Umgehen des originalen DSP und anstelle dessen Verwendung des vorhandenen Alpine CDA-9833R
Desweiteren sind die folgenden Ziele gesetzt:
- Einbauaufwand gering halten, sodass nur einmal Kabel gelegt werden für "alle Ausbaustufen"
- soweit möglich die Originaloptik beibehalten
- Demontage von Verkleidungen auf das Nötigste begrenzen, sowohl Häufigkeit als auch konkrete Teile
Der Einbau geschah in der letzten Woche dann wie im folgenden Text beschrieben. Zuvor wurde natürlich noch Einbaumaterial versorgt, sodass dieses Material zur Verarbeitung bereitstand:
- 2 mal 8 Meter Stromkabel zu 20mm2
- 25 Meter LS-Leitung 2,5mm² (TT)
- 25 Meter LS-Leitung 1,5mm² (HT; blaue Markierung)
- 25 Meter LS-Leitung 1,5mm² (MT; rote Markierung)
- 5m² Alubutyl 2,2mm
- 2 Sicherungshalter ANL (zweiter für geplante Zusatzbatterie)
- 3 mal 5,5 Meter Audison Cinchkabel
- 3m² Bezugsfilz und zwei Dosen Sprühkleber
- ANL Sicherungen
- Dietz Kondensator 1F (vorrangig für Spannungsanzeige)
- 2m² Dämmschaum (Sinus Live DSM; selbstklebend; geschlossenporig)
- diverses Kleinmaterial (bspw. Kabelschuhe)
Tag I + II
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Der erste Tag des Einbaus, der siebte Tag mit dem Passat. Der Einbau startete etwas verspätet gegen 10 Uhr.
Kabel sollten verlegt werden. So weit, so gut. Zu Beginn müssen also die Sitze raus. "Wieso das?" wird sich mancher jetzt fragen, dabei liegt die Antwort auf der Hand.

Die Kabel sollen an den Einstiegen liegen, ebenfalls aber auch am Mitteltunnel. Dazu müssen die Einstiegsleisten ab, der Teppich hochgeklappt werden. Und das alles geht natürlich besser bzw. überhaupt erst, wenn die Sitze ausgebaut sind.
Das Verlegen ging im Auto recht problemlos. Ein Schweissdraht hilft jedoch ungemein, wenn Kabel hinter Verkleidungen hindurch verlegt werden sollen. So wollte ich die Seitenverkleidung des Kofferraums ebenso wenig entfernen, wie weite Teile des Armaturenbretts. Das Einziehen von Kabeln in die Türen ist ebenso nur mit diesem Hilfsmittel möglich gewesen.
So liegen nach diesen beiden Tage die Kabel wie folgt:
- Strom und Masse sowie die drei LS-Leitungen links
- drei LS-Leitungen sowie eine zusätzliche LS-Leitung (Radiostromversorgung) rechts
- drei Cinchkabel sowie eine LS-Leitung für Remote am Mitteltunnel (ein Cinchkabel, sowie eine Ader sind Reserve)
Die Kabel enden hinten alle in der Radmulde. Hierbei war das größte Problem die Leitungen der linken Seite in die Mulde zu bekommen.
Da der Kofferraumboden bis in die Wasserkästen reicht und nur entfernt werden kann, wenn die Seitenverkleidungen des Kofferraums demontiert sind, war es nur schwierig möglich den notwendigen Raum für die Kabel zu schaffen. Da ich mich in einer Werkstatt eingemietet hatte, stand mir aber ein Fräser auf einem Dremel-ähnlichen Gerät zur Verfügung, der mit Luft angetrieben wird. Den Boden entsprechend nochgebogen konnte ich das schlanke Gerät bis an die notwendigen Stellen bringen und Freiraum schaffen.
Im Motorraum liegen die Kabel aktuell vor dem Kasten des Motorsteuergeräts und warten auf Anschluss. Hierbei ist zu beachten (von mir bzw. allgemein in Fahrzeugen mit diesem Vorderwagen), dass das Massekabel an der Trennwand zum Innenraum verlegt werden sollte. Es gibt auf dem ca. 35cm langen Weg von der Batterie an den o.g. Kasten keine Sicherung. Ebenfalls das Anlasserkabel würde man kreuzen, wenn das Massekabel direkt neben dem Stromkabel an der Spritzwand des Wasserkastens entlang geführt würde - mit der Gefahr einer Scheuerstelle und einem eventuellen Fahrzeugbrand.
Die Stromkabel sind durch eigens eingefügte Bohrungen aus dem Elektrikkasten herausgeführt. Eine Abdichtung wurde mit Heißkleber realsiert, der - hindurchgedrückt - eine formschlüssige Verbindung aufweist.
Tag III
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Der dritte Tag war lang, sodass eigentlich von zwei Tagen gesprochen werden müsste. Es waren am Ende 16 Stunden bzw. halb vier Uhr morgens, als der aktuelle Stand erreicht wurde.
Tagesziel war die Türdämmung und der Einbau der vorhandenen Lautsprecher auf Stahlringen. Ziele hoch zu stecken hat auch einen Vorteil, man braucht sich am Ende des Tages nicht fragen, was man jetzt noch macht, wo man doch schon fertig ist.
Das Tagesziel wurde nicht erreicht. Gründe gibts vermutlich genug, aber am Ende war einfach die Planung zu optimistisch - für meinen Geschmack.
Den Anfang machte die Fahrertür. Dort schnell die Verkleidung runter und los gehts.
Bohrer an und den LS raus, wird ja später gleich mit ersetzt. Gesagt, getan. Der Lautsprecher ist ab, das Staunen groß.
"Welches Staunen?" fragt ihr? Tja, dann schaut euch mal die Lautsprecher des DSP-Systems an. Da sind durchdachte Sachen am Start.
Der Antrieb ist groß dimensioniert, der Korb aus Kunststoff ist sein eigener Montagering, sein eigenes Regendach. Und dann ist er natürlich auch noch gut konstruiert. Die Zentrierung ist hinterlüftet, die Einbautiefe insgesamt gering. Der Eindruck soweit gut, wäre da nicht der kleine Durchmesser von nur etwa 15 Zentimetern - statt den üblichen 16,5.
Also weiter, Aggregateträger (AGT) ausbauen. Anleitungen lagen ja ausgedruckt rum, nur stand da nicht, wie man den dann richtig aus der Tür "herausfummelt".
Das Herausfummeln beim Passat setzt vorraus, dass man die Kabel und Stecker löst, die auf dem AGT verbaut sind. Sinnvollerweise sind die derart befestigt, dass man die nicht komplett entfernen kann und dann erst den AGT ausbaut. Ein Kabel steckt direkt im Schloss und da kommt man bei eingebautem AGT nicht ran. Also muss man mit dem - aus Kostengründen - kurzen Kabel kämpfen und gleichzeitig die Schienen der Fensterheber am Rand der Tür vorbeizirkeln. Ebenfalls macht natürlich das Schloss auch seinen Spuk, immerhin ist der Halter am AGT nur aus Kunststoff und nach oben kann man da nicht weg, dort hat das Schloss einen Anschlag.
Da aber dann doch der AGT am Schweller stand und ich die offene Tür vor mir hatte ... Da gings dann wirklich los. Und womit?
Natürlich mit Bremsenreiniger, Lappen und Küchenrolle. Und wie endets?
Natürlich mit gedämmter Tür und aufgeschnittenen Händen - einerseits vom Alubelag auf den Butylmatten, andererseits von den nicht entgrateten Blechen, die die Tür bilden.
Im nächsten Schritt gab es dann den Dämmschaum. Der ist auf dem Alu der Butylmatten aufgeklebt und soll somit zum einen die Außengeräusche abschirmen, aber auch den in der Tür entstehenden Schall für die Passanten dämpfen.
Dann den AGT wieder dran, Schloss einbauen, Seilzug der Türgriffe einhängen, etc. Nach einigem hin und her mit dem Seilzug für den äußeren Türgriff dann die Scheibe wieder klemmen und gut.
Nun war der AGT dran. Auch da kommt das klebrige Zeug drauf. Durch Kabel, Schraublöcher und Niete vom Fensterheben ist die Fläche doch begrenzt, die man einfach bekleben kann. Somit wurde in teilweise mehreren Schichten Material aufgebracht. Dieses ist dann auch mit deutlich angenehmerem Klopfgeräusch verbunden.
Dieses Prozedere ist so bei beiden Türen durchgeführt worden. Irgendwie war am Ende der Kur auf der ersten Rolle Alubutyl noch was drauf. Hmm, entweder ist das Material so ergiebig, oder auf der Rolle war doch mehr drauf ...
Die Reste der ersten Rolle werden so wohl sicher auf den Türverkleidungen verteilt werden, was jedoch aktuell noch nicht geschehen ist.
Langer Tag, langer Text.
Weiter ging es dann mit dem Versuch den LS der linken Tür zu ersetzen. Leider auch hier kein Erfolg zu vermelden. :/
Der gute MPX Ring im Format 145/180mm hatte nicht gepasst. Mit leichten Anpassungen war es dann möglich den Ring flächig aufzusetzen. Leider war dabei die Öffung von 145mm immernoch größer als jene im AGT. Dadurch war diese dann auch nicht zentriert über der vorhandenen Öffnung.
Zusätzlich ergab sich noch ein Problem mit den Stahlringen. Diese auf dem MPX-Ring zu montieren war in dem Moment nicht möglich.
In dieser Situation froh, den anderen Lautsprecher noch nicht entfernt zu haben, entschied ich mich den vorhandenen Lautsprecher vorerst wieder zu montieren. In Ermangelung einer Nietzange (Niete waren da :/ ) hab ich die folgende Lösung improvisiert:
Holzschrauben von der Innenseite herausgesteckt und mit Butyl auf Zug an den Lautsprecher (-Ring) geklebt. Ging nicht beim ersten Anlauf wie gewünscht - das Butyl klebt aber auch wirklich heftig ! - aber am Ende ist das gewünschte Ergebnis erreicht. Und weil das Butyl so brutal klebt hab ich Krepp auf dem AGT untergeklebt, weil dort ja die Auflage für den MPX-Ring sein soll - der noch entworfen werden muss.
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So, lange Rede kurzer Sinn: 32 Stunden und alles tönt noch original! +gg+
Sobald wieder was passiert gibts wieder einen Eintrag hier rein.
Bilder hängen etwas unsortiert unten dran, aber ich denke damit wird jeder zurechtkommen.
Beste Grüße, Seb