Moin...
Wieder einmal hat mich jemand besucht und ist konnte seine Anlage um eine kleine Erweiterung bereichern.
Diesmal hatte ich Michael, alias Crypt zu Gast, der sich auf mein Geheiß einen Raveland AXX 1010 gekauft hat.
Dieser nette kleine 25cm Sub kostete 49,-€ bei Conrad und kommt laut mitgeliefertem Gehäusevorschlag mit einem Bassreflexvolumen von netto 20Litern aus. BR-Rohr sollte 6cm Durchmesser und ca. 15cm Länge haben. Wir haben ein 68mm Rohr mit 22cm Länge genommen, was laut BassCAD auch zu guten Ergebnissen führen sollte. -3db bei 40Hz fand ich bei der Gehäusegröße und dem Membrandurchmesser ordentlich.
Der Sub kann mit einer hohen Verarbeitungsqualität überzeugen. Schraubterminals, Aludruckguß-Korb und neben Polkernbohrung auch seitliche Belüftungen sind in der Preisklasse alles andere als selbstverständlich. Auch die Optik kann man als sehr gelungen bezeichnen.
Gebaut haben wir nach dem Gehäusevorschlag ein Kistchen mit den Maßen 30 x 30 x 36cm, wobei das sogar nur 18 Liter sind. Der Sub verschlingt laut Mivoc, die wieder mal superschnell und freundlich auf die Anfrage reagiert haben, 3 Liter Volumen.
Realisiert wurde die Kiste aus 19mm MDF, die Materialkosten betrugen sich auf 8€ + 3€ für das BR-Rohr.
Wie schon bei anderen Kisten hab ich lediglich mit Ponal die Bretter verklebt und innen mit Acryl abgedichtet. Natürlich auch den Deckel. Nach ein paar Minuten war alles stabil und wir haben den Sub reingeschraubt. Das BR-Rohr wurde mit Heißkleber befestigt.
Wie man sieht ist es bei der kleinen Kiste richtig schwierig gewesen, den Sub samt Rohr auf der Frontseite unterzubringen. Das war Millimeterarbeit.
So niedlich sieht das Kistchen in dem nicht grade großen Kofferraum des Japsen-Ninjafighters aus. Da passen auch die Bierkisten noch extremst locker rein!
Kommen wir zum Klang. Erwartet habe ich einen einigermassen präzisen Bass, der wenig Tiefgang bietet, dafür aber bei Techno und Pop/Rock punkten kann. Grade in Verbindung mit der JBL Endstufe habe ich keine Wunder erwartet.
Aaaber: Meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Der Sub spielt verdammt laut, sehr präzise, staubtrocken und kickend und muß auch Hiphop nicht scheuen, geht also auch für die Größe erstaunlichst tief. Ich war echt baff und frage mich jetzt manchmal, warum sich manche wesentlich teurere Subs so Scheiße im Vergleich zu dem anhören. Selbst mein Bruder, der unvoreingenommen an die Hörprobe ging zeigte sich beeindruckt. Keines meiner Testlieder hat die Anlage wirklich in Bedrängnis gebracht und man hat sehr schön den Knack im Magen gefühlt. Die JBL hat aber auch wirklich viel Kontrolle über den AXX, hätte ich garnicht gedacht. Klar gibts druckvollere Subwoofer, aber der Zwerg teilt richtig gut aus.
Anfangs haben wir ihn bis 125Hz mitlaufen lassen, als er ein wenig weich gespielt war aber nur noch bis 80Hz. Er macht beides gut mit, ist aber bei letzterem kaum noch zu orten.
Eine absolute Kaufempfehlung für Leute, die wenig Knete und wenig Platz im Kofferraum haben. Sollte mein Fatboy mal das Zeitliche segnen, werde ich wohl auf diese Subs umsteigen.
Crypt hat jetzt bis aufs Radio eine absolute Low-Budget-Anlage in seinem Autochen, die mir persönlich sehr gut gefällt und auch in hohen Pegeln noch Spaß macht. Der richtige Einbau ist eben die halbe Miete, wenn nicht die Ganze.
Gruß
Fabian