Hallo Epis!
Hier ist jetzt der versprochene Erfahrungsbericht vom Hertz HSK 165.
Das Set besteht aus:
dem Tiefmitteltöner HV 165
dem Hochtöner HT 25 und
der Freq.-Weiche 2W.20
Zu den Komponenten im Einzelnen:
Der 16,5 cm große Tiefmitteltöner des 2-Wege-Systems aus der Hi-Energy-Serie von Hertz besitz einen massiven Korb, die Membran besteht aus hellgrauem, mehrlagigem Polypropylen. In der Mitte der Membran befindet sich keine herkömmliche Dustcap, sondern ein spitz zulaufender Phase-Plug. Zwischen den vier Schraublöchern sind auf dem Korbrand Hertz-Logos eingebracht, was den ohnehin schon wertigen Eindruck der Lautsprecher nochmals verstärkt.
Der üppige Ferritmagnet-Antrieb erfordert eine Einbautiefe von min. 72 cm.
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Die 25 mm-Hochtöner sitzen in kleinen, schwarzen Gehäusen mit Koppelvolumen, auf denen ebenfalls das Hertz-Logo angebracht ist. Ein Neodym-Magnet treibt die Tetolon-Gewebekalotte an. Auffällig ist die große Sicke des Hochtöners, was auf eine „breite Abstimmung“ des Hochtöners schließen lässt.
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Die Frequenzweiche sieht sauber und aufgeräumt aus. Für den Hochtonzweig steht eine Pegelabsenkung oder -erhöhung um 2 mit 12 dB/Okt. zur Verfügung. Praktisch ist hier, dass die Absenkung mittels eines Schalters an der Seite des Gehäuses vorgenommen werden kann. So muss nicht jedes Mal der Gehäusedeckel abgenommen werden.
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Der Verpackung liegen des weiteren noch LS-Gitter, Befestigungsmaterial und verschiedene Hochtönerhalterungen bei.
Alle verwendeten Materialien sind sauber verarbeitet und haben eine hohe Anfassqualität. Der gute, äußere Eindruck lässt auf gute Klangeigenschaften hoffen.
Die Vorraussetzungen des Hörtest:
Das HSK 165 wird in meinem Seat Ibiza von einer Eton PA 1054 passiv betrieben, da die Kanäle 3+4 zur Zeit noch für den Subwoofer benötigt werden. Der Aktivbetrieb des Systems steht aber in Planung. Hierzu folgt dann auch ein direkter Aktiv-/Passivvergleich.
Der Tiefmitteltöner wird im Regelfall an meinem Alpine CDA - 9833 R bei 80 Hz und 12 dB/Okt. von den tiefen Frequenzen befreit. Der Pegel des Hochtöners ist um –2 dB abgesenkt.
Die Hochtöner wurden in den Innenraum, nicht direkt auf den Fahrer, ausgerichtet und sitzen in gespachtelten Aufnahmen in den Spiegeldreiecken. Die TMT fanden in den originalen Türaufnahmen platz, welche abgedichtet und mit einer Lage Bitumenmatte stabilisiert wurden.
Nach zwei Wochen Einspielzeit erfolgte die erste, wirkliche Hörprobe mit mehreren Live-Stücken von Blind Guardian, bei denen das Kompo schon sehr gefiel. Sein wahres Potenzial zeigt das 2-Wege System dann aber erst bei Joe Cocker´s „Best of“ oder Aufnahmen von Deep Purple, Supertramp oder Billy Joel.
Im Anschluss wurden noch CD´s mit HipHop- oder Technostücken eingelegt. Auch hier konnte man keine wirklichen Schwächen heraushören.
Der eigentliche Hörtest:
Der kleine Hochtöner des HSK 165 spielte ruhig, gelassen und brachte jedes Instrument sauber hervor. Zischlaute oder ein „scharfes S“ traten zwar hier und da mal auf, störten aber nicht den gute Eindruck des Hochtöners.
Die Bühne, die sich auf dem Armaturenbrett aufspannt ist weit und gut gestaffelt. Man kann jedem Instrument, auch den Background-Elementen, einen festen Platz zuordnen.
Der Tiefmitteltöner verrichtete souverän und trocken seine Arbeit in den Türen. Der Kickbassbetrieb ist sein bevorzugtes Gebiet. Im Fullrange-Betrieb ging er tief, wie kein anderer 16er, den ich bis jetzt gehört habe. Auch bei einer Abtrennung von 50 Hz klingt er keineswegs überanstrengt oder stark belastet. Nichts kann ihn aus der Ruhe bringen und er überzeugt jederzeit mit einem tollen Bassfundament.
Selbst in hohen Pegelregionen bleiben Hochtöner und Tiefmitteltöner präzise und unaufdringlich. Lediglich beim Hochtöner wünscht man sich manchmal etwas weniger Schärfe, was aber mit einem Equalizer ausgeglichen werden kann. Auch an Raumklang fehlt es dank der gut ausgerichteten Hochtöner und sehr gut eingestellter Laufzeitkorrektur in keinem Fall.
Fazit:
Das Hertz HSK 165 ist ein Spitzenklasse-System, das eigentlich mit jeder Art von Musik zurecht kommt. Der Tiefmitteltöner ist einer der Besten, die ich kenne. Der Hochtöner ist bei scharf aufgenommen CD´s manchmal etwas zu aufdringlich, doch ein guter EQ bügelt das wieder aus. In Verbindung mit der Eton-Endstufe und einem schnellen, präzisem Subwoofer ein wahres Klangkompo. Und das bei einem Preis von 290 €.
Technische Daten:
Belastbarkeit (rms/max.): 125/250
Impedanz (Ohm): 4
Frequenz: 50 Hz – 22 kHz
Empfindlichkeit (dB/SPL): 92
Thiele/Small-Parameter Hochtöner:
D = 25 mm
Re = 3,2 Ohm
FS = 1200 Hz
LE = 0,60 mH @ 1 kHz
LE = 0,04 mH @ 10 kHz
Qts = 0,75
Qes = 1,7
Qms = 1,4
SPL = 91 dB
Thiele/Small-Parameter Tiefmitetltöner:
D = 128 mm
Xmax = 3 mm
Re = 2,9 Ohm
FS = 75 Hz
Le = 0,57 mH @ 1kHz
Le = 0,24 mH @ 10kHz
Vas = 9,2 L
Mms = 11,3 gr
Cms = 0,4 mm/N
BL = 4,9 T-m
Qts = 0,61
Qes = 0,64
Qms = 10
Spl = 92 dB
So, das war´s. Ich hoffe, der Bericht ist mir gelungen. Falls ihr Fehler findet, bitte melden. Kritik und Anregungen sind erwünscht.
So long!