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Thursday, November 3rd 2005, 5:33pm

die OHM-frage

kann mir hier jemand erklären was es eigentlich mit den ohm auf sich hat? aus dem physikunterricht weis ich das der wiederstand in ohm angegeben wird aber wie ist es bei lautsprechern? hat bei gleicher watt-zahl ein lautsprecher mit 8ohm mehr leistung als ein lautprecher mit 4ohm?
und was bedeutet eigentlich z.b. 2ohm stabil? ist es besser wenn ein verstärker bei einer höheren ohm-zahl stabil ist oder nicht?

HILFEEEEEEE!!!!!

tschau PIP

2

Thursday, November 3rd 2005, 7:48pm

RE: die OHM-frage

Quoted

Original von pip
kann mir hier jemand erklären was es eigentlich mit den ohm auf sich hat?


Aber nur kurz...

Quoted

Original von pip
aus dem physikunterricht weis ich das der wiederstand in ohm angegeben wird aber wie ist es bei lautsprechern? hat bei gleicher watt-zahl ein lautsprecher mit 8 ohm mehr leistung als ein lautprecher mit 4ohm?


Lautsprecher haben keine Leistung! Es gibt immer nur eine Empfehlung, wie viel Leistung ein Lautsprecher maximal verträgt, bzw. bei wie viel Leistung er optimal spielt.

Je weniger Widerstand der Lautsprecher hat, desto mehr Leistung kann die Endstufe abgeben. Macht ein Verstärker an 4 Ohm 200W, sind es an 8 Ohm nur noch ca. 100W. Das kann man aber nur ganz grob so rechnen, i.d.R. ist im Datenblatt des Verstärkers ersichtlich, wie viel Leistung er an wie viel Ohm abgibt.

Quoted

Original von pip
und was bedeutet eigentlich z.b. 2ohm stabil? ist es besser wenn ein verstärker bei einer höheren ohm-zahl stabil ist oder nicht?


Das bedeutet, dass man an den Verstärker eine Last von 2 Ohm anschließen kann. Je niedriger die Ohm-Zahl ist, desto mehr Leistung fließt. 2 Ohm macht nicht mehr jeder Amp problemlos mit, deshalb sollte man auch hier einen Blick ins Datenblatt riskieren.


Viele Grüße,
Olli
Alpine 9887R
Eton CX 280 @ Soundstream D100 Series II
Eton D 160 SQ @ Mean Machine 99
Hollywood Edge 1224 @ Steg 310.2

Verbaut in einem Golf 4

3

Friday, November 4th 2005, 1:23am

RE: die OHM-frage

Quoted

Original von pip
kann mir hier jemand erklären was es eigentlich mit den ohm auf sich hat? aus dem physikunterricht weis ich das der wiederstand in ohm angegeben wird aber wie ist es bei lautsprechern? hat bei gleicher watt-zahl ein lautsprecher mit 8ohm mehr leistung als ein lautprecher mit 4ohm?
und was bedeutet eigentlich z.b. 2ohm stabil? ist es besser wenn ein verstärker bei einer höheren ohm-zahl stabil ist oder nicht?

HILFEEEEEEE!!!!!

tschau PIP


Naja der wichtigste Punkt ist aber auch, das man zwischen Ohmischen und Kapazitiven und Induktiven widerständen unterscheiden muss...


Aber ich versuchs mal anhand eines kleinen Beispiels um Cakedrummer etwas zu unterstützen:

Angenommen ich habe folgendes

Gleichspannungsquelle: 10V
Widerstand: 1Ohm

D.h. hier fließen laut der Formel

I=U/R
I=10A

das macht eine Leistungsaufnahme von 100 Watt. weil,

P= U*I

Habe ich jetzt einen Widerstand von 2ohm

Habe ich laut formel (oben)

I=10/2
I=5

Leistungsaufnahme des Widerstands:
P=U*I
P=10*5
P=50 Watt

Das gleiche ist auch bei Induktiven Widerständen der Fall. Allerdings sind diese Widerstände Frequenzabhängig.

Die Impedanzwiderstände 4 Ohm entsprechen nicht dem Ohmischen Wert des Lautsprechers. Die meisten Lautsprecher werden bei 1Khz Errechnet. D.h. sie haben bei genau 1 Khz einen Impedanzwiderstand von 4 Ohm. Der kann, wie es bei Hochtönern der Fall ist im bereich der Trennfrequenz stark ansteigen. Es entsteht hier diese oft erwähnte Impedanzbeule die locker bis zu 40 Ohm betragen kann. Läuft ein Hochtöner beispielsweise durch eine 6 db weiche in diesen bereich rein. Haste im Bereich dieser Beule eine Frequenzabfall. - kurz ein Praktisches Beispiel.


So... eine Endstufe ist 2 Ohm Stabil... klingt immer etwas merkwürdig, aber man sollte auch darauf achten was und wie die Lautsprecher zusammen spielen.

Bestes Beispiel sind diese Leute die Lautsprecher paarweise anschließen um von 8 Ohm auf 4 Ohm kommen. Schaut man sich das Impedanzdiagramm an... sieht man oft das der Wert 4 Ohm ein Mittelwert ist. Es können auch mal 3,8 sein.

Hab ich nun eine Endstufe die nur 4 Ohm Stabil ist (findet man heute sehr sehr selten) haste einen gesamtwiderstand bei der besagten Frequenz von von 1,9 Ohm... ist die beule nach unten noch schlechter... haste einen Wesentlich geringeren Wert. Deswegen hier immer aufpassen.


Für stark ansteigende Induktive Widerstände die meist einhergehen mit nicht Linearen Frequenzverläufen (beispiel Focal 6K2P, kurz auf die schnelle) setzt man hier sogenannte Impedanzkorrekturen ein um den Frequenzverlauf wird gerade zu bekommen und somit auch den Frequenzverlauf.



Ob es besser ist wenn ein Verstärker in den Höheren Ohmzahlen Stabil ist.

Also 8 Ohm Stabil sind erstmal fast alle Hifi Verstärker. selbst muttis Küchenradio wird das sein. Was vermutlich gemeint ist: ob es besser ist, das Dein verstärker bei niedrigen "ohmzahlen" stabil ist.


Also ich sag mal: jede gute Endstufe, obs draufsteht oder nicht. schafft 2 Ohm.

Meist geht das mit einher mit der Verstärker Leistung.... ich weiss nicht ob ihr das vielleicht in Physik schon durchgenommen habt, wenn nicht... dann wird das irgendwann kommen:

Hab ich einen Verstärker, also einen Transistor der bei 4 Ohm last seinen Optimalen Arbeitspunkt hat, kann bei einer Last von 1 Ohm dieser Arbeitspunkt in den Bereich "Ptot" gehen. D.h. der Transistor wird warm. Halbleiter die heiß werden, sind meist nicht lange haltbar. Meist geht auch die Laststabilität mit dem Klirrfaktor ein her. Endstufen die bei einem Klirr von 0,5 bei 8 Ohm haben, haben sicher bei 2 Ohm keinen besseren. Die Verzerrkurve des Transistor lässt es nicht zu.


Naja ich will auch nicht viel über Klirrfaktoren und Gute amps labern:

aber eine Endstufe die 1 Ohm Stabil ist, hat ein sehr gutes netzteil (Strom, siehe oben). Das Netzteil ist meist der Ausschlaggebende Punkt für die Qualtität eines Otto normalverbraucher amp.


Also ich sag mal als etwas HomeHifi verrückter:

2 Ohm stabile verstärker im Homebereich brauchste eh nicht, weil die meisten Chassis eine Impedanz von 8 Ohm haben... weniger wie 4 Ohm sind kaum zu erwarten. ---> gibt im Homebereich durchaus andere Aspekte die mehr auf die Qualität einwirken.


Gruß

Sacki

PS:Jeder Elektroniker möge mir bitte verzeihen, ich habs so anschaulich versucht zu erklären wie möglich ;)

4

Saturday, November 5th 2005, 9:45am

erstmal danke für die detailierten erklärungsversuche, mir is jetz schon einiges klarer geworden!

noch ne frage:
habe an eine alte anlage eine woofer mit 4ohm angeschlossen problem ist auf der anlage steht 6ohm. hab bis jetzt keine Probleme gehabt aber kann es sein das mir die scheiße bald abbrennt?
ist es vielleicht sinnvoll einen vorwiederstand einzusetzen?

tschau PIP

PS: Physik hab ich abgewählt!

5

Saturday, November 5th 2005, 10:47am

Hallo,

Einfach den Verstärker beobachten! Wenn er nicht sonderlich warm wird, sollte nichts passieren.


Viele Grüße,
Olli
Alpine 9887R
Eton CX 280 @ Soundstream D100 Series II
Eton D 160 SQ @ Mean Machine 99
Hollywood Edge 1224 @ Steg 310.2

Verbaut in einem Golf 4

6

Sunday, November 6th 2005, 11:04am

Quoted

Original von Cakedrummer
Hallo,

Einfach den Verstärker beobachten! Wenn er nicht sonderlich warm wird, sollte nichts passieren.


Viele Grüße,
Olli


Jo sehe ich auch so.


Das mit dem Vorwiderstand am woofer lässte bitte bleiben. Um ihr eine Impedanzkorrektur vorzunehmen müsstest du einen 2. 4 Ohm in reihe zum anderen Schalten.

Du musst verstehen, das ist ein Spannungsteiler. Der vorwiderstand verbrät quasi die übschüssige energie und wird sicher dann sehr warm. Gruß

Sacki

7

Sunday, November 6th 2005, 4:01pm

also das mit dem warm werden teste ich mal (aber wenn meine Eltern nicht da sind :) )!

hab erstmal über den kühlkörper von der anlage eine PC-Lüfter angebracht, ich hoffe das nützt was!?

PIP