Original von pip
kann mir hier jemand erklären was es eigentlich mit den ohm auf sich hat? aus dem physikunterricht weis ich das der wiederstand in ohm angegeben wird aber wie ist es bei lautsprechern? hat bei gleicher watt-zahl ein lautsprecher mit

hm mehr leistung als ein lautprecher mit 4ohm?
und was bedeutet eigentlich z.b. 2ohm stabil? ist es besser wenn ein verstärker bei einer höheren ohm-zahl stabil ist oder nicht?
HILFEEEEEEE!!!!!
tschau PIP
Naja der wichtigste Punkt ist aber auch, das man zwischen Ohmischen und Kapazitiven und Induktiven widerständen unterscheiden muss...
Aber ich versuchs mal anhand eines kleinen Beispiels um Cakedrummer etwas zu unterstützen:
Angenommen ich habe folgendes
Gleichspannungsquelle: 10V
Widerstand: 1Ohm
D.h. hier fließen laut der Formel
I=U/R
I=10A
das macht eine Leistungsaufnahme von 100 Watt. weil,
P= U*I
Habe ich jetzt einen Widerstand von 2ohm
Habe ich laut formel (oben)
I=10/2
I=5
Leistungsaufnahme des Widerstands:
P=U*I
P=10*5
P=50 Watt
Das gleiche ist auch bei Induktiven Widerständen der Fall. Allerdings sind diese Widerstände Frequenzabhängig.
Die Impedanzwiderstände 4 Ohm entsprechen nicht dem Ohmischen Wert des Lautsprechers. Die meisten Lautsprecher werden bei 1Khz Errechnet. D.h. sie haben bei genau 1 Khz einen Impedanzwiderstand von 4 Ohm. Der kann, wie es bei Hochtönern der Fall ist im bereich der Trennfrequenz stark ansteigen. Es entsteht hier diese oft erwähnte Impedanzbeule die locker bis zu 40 Ohm betragen kann. Läuft ein Hochtöner beispielsweise durch eine 6 db weiche in diesen bereich rein. Haste im Bereich dieser Beule eine Frequenzabfall. - kurz ein Praktisches Beispiel.
So... eine Endstufe ist 2 Ohm Stabil... klingt immer etwas merkwürdig, aber man sollte auch darauf achten was und wie die Lautsprecher zusammen spielen.
Bestes Beispiel sind diese Leute die Lautsprecher paarweise anschließen um von 8 Ohm auf 4 Ohm kommen. Schaut man sich das Impedanzdiagramm an... sieht man oft das der Wert 4 Ohm ein Mittelwert ist. Es können auch mal 3,8 sein.
Hab ich nun eine Endstufe die nur 4 Ohm Stabil ist (findet man heute sehr sehr selten) haste einen gesamtwiderstand bei der besagten Frequenz von von 1,9 Ohm... ist die beule nach unten noch schlechter... haste einen Wesentlich geringeren Wert. Deswegen hier immer aufpassen.
Für stark ansteigende Induktive Widerstände die meist einhergehen mit nicht Linearen Frequenzverläufen (beispiel Focal 6K2P, kurz auf die schnelle) setzt man hier sogenannte Impedanzkorrekturen ein um den Frequenzverlauf wird gerade zu bekommen und somit auch den Frequenzverlauf.
Ob es besser ist wenn ein Verstärker in den Höheren Ohmzahlen Stabil ist.
Also 8 Ohm Stabil sind erstmal fast alle Hifi Verstärker. selbst muttis Küchenradio wird das sein. Was vermutlich gemeint ist: ob es besser ist, das Dein verstärker bei niedrigen "ohmzahlen" stabil ist.
Also ich sag mal: jede gute Endstufe, obs draufsteht oder nicht. schafft 2 Ohm.
Meist geht das mit einher mit der Verstärker Leistung.... ich weiss nicht ob ihr das vielleicht in Physik schon durchgenommen habt, wenn nicht... dann wird das irgendwann kommen:
Hab ich einen Verstärker, also einen Transistor der bei 4 Ohm last seinen Optimalen Arbeitspunkt hat, kann bei einer Last von 1 Ohm dieser Arbeitspunkt in den Bereich "Ptot" gehen. D.h. der Transistor wird warm. Halbleiter die heiß werden, sind meist nicht lange haltbar. Meist geht auch die Laststabilität mit dem Klirrfaktor ein her. Endstufen die bei einem Klirr von 0,5 bei 8 Ohm haben, haben sicher bei 2 Ohm keinen besseren. Die Verzerrkurve des Transistor lässt es nicht zu.
Naja ich will auch nicht viel über Klirrfaktoren und Gute amps labern:
aber eine Endstufe die 1 Ohm Stabil ist, hat ein sehr gutes netzteil (Strom, siehe oben). Das Netzteil ist meist der Ausschlaggebende Punkt für die Qualtität eines Otto normalverbraucher amp.
Also ich sag mal als etwas HomeHifi verrückter:
2 Ohm stabile verstärker im Homebereich brauchste eh nicht, weil die meisten Chassis eine Impedanz von 8 Ohm haben... weniger wie 4 Ohm sind kaum zu erwarten. ---> gibt im Homebereich durchaus andere Aspekte die mehr auf die Qualität einwirken.
Gruß
Sacki
PS:Jeder Elektroniker möge mir bitte verzeihen, ich habs so anschaulich versucht zu erklären wie möglich