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Sunday, December 11th 2005, 7:10pm

Schallentstehung am Lautsprecher

Hallo!

Ich bräuchte mal dringend Informationen bzw. eine Erklärung, wie der Schall beim elektrodynamischen Lautsprecher prinzipiell entsteht. Geht aus dem schon sehr gutem Informations-Bereich vom Epicenter leider nicht ganz hervor.

Ist es denn richtig, dass der Betrag der Auslenkung der Membran bei einer Sinusschwingung genauso groß ist, wie die Wellenlänge der jeweiligen Frequenz?

Spinne ich den Faden weiter, so resultiert aus der Bewegung der Membran ein Druckunterschied, der die Luftmoleküle zum Schwingen anregt, was im Info-Bereich hier schon sehr schön erklärt wird. Beim ersten Punkt bin ich mir aber noch nicht sicher, denn....
Theoretisch müsste ein Tieftöner für 30Hz eine gigantische Auslenkung besitzen. ;)
Das wäre die zweite Frage.

Grüße,
Marc

edit: Mir schoss da gerade der Gedanke durch den Kopf, dass die meiste Energie ja in Wärme umgewandelt wird. Das hat sicher Einfluss auf die Auslenkung, nehme ich mal stark an.

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2

Sunday, December 11th 2005, 9:31pm

RE: Schallentstehung am Lautsprecher

Hmmm, nicht ganz ;)

Die Frequenz bestimmt die Wellenlänge. Je höher die Frequenz, umso kürzer die Wellenlänge!
Und der Hub bestimmt die Lautstärke (jedenfalls im geschlossenen Gehäuse)
Je mehr Hub, umso mehr Pegel.

Und mit der Verlusstwärme hast du schon recht.
Die meiste Energie wird anstatt in Hub in Wärme umgewandelt... Leider!

MfG, Thomas
HU :JVC KD-G 612
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25er Kabel ^^

3

Sunday, December 11th 2005, 10:54pm

Joa, habe meine Fehler auch schon realisiert...

Nachdem ich dann aber mal scharf nachgedacht habe, ist mir klar geworden, dass nicht die Wellenlänge, sondern die Periodendauer der Schwingung von Bedeutung ist. Soll heißen: bei einer Frequenz von 30 Hz bewegt sich die Membran bei "einer" Schwingung in rund 0,03s einmal vor und einmal zurück. Die Amplitude bestimmt dabei die Auslenkung, und somit die Lautstärke. Soweit richtig? Ich hoffe... ;)


Für mich stellt sich jetzt bloß noch die Frage, warum die Membranfläche für tiefe Frequenzen größer sein muss. ich weiß, dass das etwas mit dem Strahlungswiderstand zu tun hat, habe aber bis jetzt keine einfache Erklärung gefunden...

Wie muss ich denn folgendes Bild interpretieren?
jendevi has attached the following image:
  • schwingung.jpg

4

Tuesday, December 13th 2005, 9:59am

Hmm, weiß das keiner?

EPICENTER

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5

Tuesday, December 13th 2005, 10:35am

Hallo!

Um mal grundsätzlich fest zu halten entsteht Schalldruck im Bassbereich durch Membranfläche mal den Hub der Membran!

D.h. im Prinzip kann ein kleiner Lautsprecher auch einen 50 Hz Ton "auslösen", doch die Energie, welche er an die Luft überträgt, reicht nicht aus um diese fürs menschliche Gehör umzusetzen. Da ist die Luft einfach zu träge dafür!

Zum Strahlungswiderstand ...dieser ist frequenzabhängig von der Membranfläche und je größer die Membranfläche ist, desto größer ist auch dieser Widerstand. Dies bedeutet im Umkehrschluss, das großere Membranflächen tiefe Frequenzen besser wiedergeben können als im Vergleich dazu kleinere Membranflächen.

Für Dich noch eine allgemeine Info zum Strahlungswiderstand, welche die Sache vielleicht etwas durchsichtiger macht. Dieser Strahlungswiderstand teilt sich in zwei Bereiche auf, welche sich in einem Wirkanteil und einem Blindanteil gliedern. Je größer der Wirkanteil des Strahlungswiderstandes wird, desto mehr Schall wird angeregt. Je tiefer jedoch die Frequenzen werden, desto höher wird auch der Blindanteil und der Wirkanteil nimmt ab. Bei höheren Frequenzen verhält sich die Sache genau entgegen gesetzt. Bei tiefen Frequenzen steigt der Wirkanteil des Strahlungswiderstandes proportional dem Quadrat der Frequenz an.
Der Blindanteil ist zwar ansich auch bewegte Luft, welche man unter Umständen auch spüren kann, welche jedoch nicht zu einer Schallabstrahlung führt. Und genau diesen Effekt hast Du bei kleinen Lautsprechern.

D.h. kleine Lautsprecher - Blindanteil sehr hoch im Strahlungswiderstand - Wirkanteil sehr klein - wenig Schallabstrahlung

große Lautsprecher - Blindanteil sehr klein im Stahlungswiderstand - Wirkanteil sehr hoch - große Schallabstrahlung

...hoffe ich konnte Dir wenigstens etwas weiter helfen!

Gruß Martin
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