Hallo,
werd jetzt mal versuchen, in einem Bericht die Messe zu beleuchten - insbesondere in Bezug auf neue Produkte:
Dieses Jahr war es für mich die siebte Car & Sound in Folge. Nachdem ich es insbesondere die letzten drei Jahre gewohnt war, daß sie dich mit Neuheiten, Sensationen und Kuriositäten überschütten, war es dieses Jahr eher verhalten. Ich habe zwar auch von Do. - Sa. gebraucht, bis ich alle wichtigen Vertriebe durch hatte - einen richtigen Flasher konnte ich dabei eigentlich nicht entdecken. Einige schöne Sachen die einen staunen liesen waren aber an den Start gegangen.
HiFonics hat dieses Jahr die wohl größte Erweiterung seiner Produktpalette präsentieren können. Die Warrior Serie wurde bei den neuen Geräten in einen schwarz eloxierten Kühlkörpergepackt und mir blau beleuchteten HF-Logo versehen. Die handliche Größe ist gleich geblieben. Ebenfalls in einem schwarzen Kühlkörper präsentierte sich die neue Titan Serie. Rein Äußerlich und von den Leistungsdaten erinnert diese sehr an die bereits bestehnde Nemesis Serie. Die Lautsprecher und Subwoofer der Titanserie sind alle blau beleuchtet - nicht nur die Gehäusesubwoofer, sondern jeder einzelne Lautsprecher für sich. So stellt ein 12" Subwoofer einen netten Blickfang in der Optik eines großen blauen Bunktes dar. Weiterhin gibt es Verstärker der Atlas Serie, eine Generation XI Limited (4 Modelle/ je 200 Stück), eine Colossus Maximus mit schlappen 10.000 Watt udn eine Verstärkerstudie, die sich mit Multimediaverstärkern befaßt. In dieser Studie sollen Verstärker, DSP, EQ, Dolby 5.1 usw. in einem Gerät vereinigt werden. Nach Wunsch der Hersteller erfolgt die Bedienung über ein Top-Display. Ähnliches hatte es bereits die letzten Jahre von Rockford Fosgate gegeben.
Für Überaschungen hat Soundstream gesorgt - nicht zuletzt durch ihre gut durchdachte Überarbeitung bestehender Produkte. Für alle SPL-Jünger gibt es eine Soundstream XXX, die 5000 Watt an den Ausgängen bereitstellt. Der passende Subwoofer dazu wiegt 30 kg und hat beim Heben einen meiner Brustwirbel kolabieren lassen...:-) Er hört auf den Namen Triple-X 15" oder auch XXX15. Erst am Audio Design Stand habe ich die Information gesteckt bekommen, das wohl Detlef Hagel selbst mit einem von ihm konzipierten Wettbewerbsfahrzeug einen neuen Deutschen Rekord aufgestellt hat. Verbaut wurden eine XXX u. 1x der 15" Subwoofer. Wert nach ersten Informationen 168 dB. Da ich mich beim SPL aber eigentlich nicht auskenn, überlasse ich die Kommentierung anderen. Meine dB-Angaben sind selbstverständlich ohne Gewähr. Der Subwoofer kostet laut Herstellerangaben 1499 EUR, der Verstärker 1999 EUR.
Die neue Tarantula-Serie, welche die Produktpalette der alten Modelle erweitern soll, besticht mit Funktionalität und schicken Desing. Verfügbar sind 2 u. 4-Kanalverstärker. Die stärkste 2-Kanal bringt gebrückt an 4 Ohm nach Herstellerangaben 1400 Watt und kostet 749 EUR UVP. Eine nicht zu üppige Ausstattung macht den Verstärker einfach in der Bedienung. Leider habe ich eine 1-Ohm Stabilität/Stereo vermißt.
Aus dem Hause ACR gibt es ab ca. Ende Juni Nachwuchs in der Eyebrid-Familie. Die Verstärker wurden jetzt neu mit verchromten Kühlkörpern bestückt. Weiterhin wurde auch der analoge Monoblock mit 1200 W gestrichen und durch einen digitalen Monoblock mit 2000 W ersetzt. Sollte er ebenfalls so sauber gearbeitet sein wie der Vorgänger, dann dürfen wir uns über Leistung ferner der 2 KW-Grenze freuen. Der Preis ist mit 539 EUR angesetzt.
Axton hat es geschafft, sich wieder selbst zu übertreffen. Im Angebot der neuen Verstärkerrange steht nun auch ein 2-Ohm stabiler Monoblock, der an 2 Ohm 420 Watt zur Verfügung stellen soll. Der Preis liegt bei 159 EUR. Die notwendige Ausstattung wie Subsonic u. a. sind OnBoard. Der Schlager wird sicherlich das neue Komponentensystem werden. Die sauberst gearbeitete und mit hochwertigen Bauteilen Bestückte Frequenzweiche stellt verschiedene Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Unter anderem hat der Besitzer die Möglichkeit, per Wahlschalter den MT-Pegel u. den HT-Pegel abzusenken. Mit einem anderen Schalter kann die Phasenlage des HT um 180 Grad gedreht werden. Das 16er liegt hier bei 99 EUR!!! Man muss sich jetzt überaschen lassen, ob der Schein trügt, oder der Inhalt hält, was die Verpackung verspricht. Die nächsten Testberichte und praktischen Erfahrungen werden es schnell zeigen.
Besonders gut gefallen haben mir die neuen K-Serie Verstärker von Steg. Audio System hat dafür gesorgt, daß die italienischen Edelamps neu aufgelegt werden. Nunmehr in einem mattschwarzen Kühlkörper mit verchromten Endkappen auftretend, vermitteln sie eindeutig ihre Absichten - High End ohne Ende. Sowohl von Seiten der Verarbeitung, als auch klanglich ein absoluter Treffer. Als besonders einfallsreich darf man die PC-Schnittstelle im Inneren des Verstärkers bezeichnen. Der Fachhändler hat nun die Möglichkeit, per Datenkabel, ähnlich den Diagnosegeräten der Autohersteller, die letzten 15 Fehlermeldungen abzurufen und auf dieses Weise schnell vermeindliche Fehlerquellen zu entdecken, oder auch dem Kunden eine Fehlbedienung aufzeigen zu können. Aufgezeichnet werden Temperatur, Leistung, Kurzschlusss usw. Auch eine Ferndiagnose per Internet ist möglich. Die altbekannte Steckmodule für die Konfiguration der Frequenzweiche sind ebenfalls zu finden. Neu ist, daß per Knopfdruck und Wahlschalter eine integrierte Freuquenzweiche aktiviert werden kann. Diese stellt dann insgesamt 5 fixe Trennfrequenzen zur Verfügung. Das lästige Tauschen der Steckmodule, daß nicht jedermanns Sache ist, kann dadurch unterbleiben. Erhältlich sind 2, 4 u. &-Kanalverstärker. Der 4-Kanal mit 4x 65 Watt liegt bei 650 EUR.
Interessant waren auch die Systeme und Verstärker von Audio System. Kleine Abmessungen, viel Leistung, toller Klang und kleiner Preis. Hier ist das große System HX 165 PHASE hervorzuheben. Eine ähnlich sinnige und wertige Freuquenzweichentechnik konnte ich bei anderen Herstellern nur zu weit abgesetzten Preisen entdecken. Die Frequenzweiche ermöglicht es, diese per variabler Goldbrücken unterschiedlich zu konfigurieren. Frequnzweichencharakter können wahlweise auf Butterworth, Bessl u. Linkwitz-Rilay (hoffentlich richtig geschrieben) geändert werden. Für den Profi stehen laut Hersteller 1000 Möglichkeiten zur Verfügung. Der Preis steht bei 600 EUR.
An dieser Stelle hör ich jetzt mal auf zum Schreiben, da es sonst vielleicht etwas unübersichtlich werden könnte.
Anbei noch einige Bilder der Oben erwähnten Produkte.
Gruß
S.