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Original von Cakedrummer
Hallo,
Noch gibt es das Recht auf Privatkopie! Wenn die Polizei bei dir gebrannte CDs findet, müssen die Jungs dir beweisen, dass diese CDs illegal erstellt worden sind, was ihnen wohl kaum gelingen wird, wenn eben keine Quelle vorhanden ist.
Als Gegenbeweis (den du gar nicht erbringen musst) reicht es ja sogar schon aus, wenn ein Freund von dir die Originale hat. Es sei denn natürlich, auf den CDs ist Kopierschutz drauf.
Bei Kinomitschnitten ist es wohl nicht so, weil es da gar kein legales Original gibt.
Viele Grüße,
Olli
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Usenet wäre ne gute alternative.

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Aber: Usenet != UseNext ... also bitte nicht vergleichen. Das Usenet gehört niemandem, Usenext bietet lediglich den Zugang (den ich dort aber sicherlich nicht in Anspruch nehmen würde ).
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MPAA: "Bedrohung der Gesellschaft" ausgeschaltet
Update: Laut telefonischer Auskunft eines Werbepartners von Razorback2 war der Betreiber heute um 16 Uhr wieder auf freiem Fuß. Im Zuge der Durchsuchung seiner Wohnung in der Schweiz wurde er gestern vorläufig festgenommen. Der genaue Zeitpunkt seiner Entlassung und andere Details sind noch nicht bekannt.
Die gestern erfolgte Schließung des weltgrößten eDonkey-Servers Razorback2 wird erwartungsgemäß als großer Sieg der Copyrightindustrie gefeiert: wie gewohnt jedoch auf eine Weise, die mehr über die Lächerlichkeit der MPAA und ähnlicher Verbände aussagt denn über den vermeintlichen Schlag gegen die Piraterie.
Nicht etwa einen Knotenpunkt zum Verteilen von Musik und Filmen mit zeitweise 1,3 Millionen gleichzeitiger User habe man geschlossen, sondern eine "Bedrohung der Gesellschaft", tönt die MPAA. Razorback2 sei zum einen klar zum Zwecke des Geldverdienens betrieben worden - über Spendengelder und Werbeeinnahmen, letztere überwiegend generiert durch die Werbung für pornografische Inhalte. Damit habe man mit dem Close nun auch die Verfügbarkeit "anstößigen Materials" im Netz verringern können, so die Pressemitteilung. Aber es kommt noch besser.
"Die Betreiber dieser eDonkey-Seite entschieden sich dafür, keine Kontrolle über die durch die User verteilten Dateien auszuüben, die Kinderpornografie, Anleitungen zum Bombenbau und Trainingsvideos für Terroristen enthielten", so die MPAA in ihrer Presseerklärung. "Razorback2 war nicht nur ein riesiger Index für Internetuser, die illegal Dateien tauschten, sondern auch eine Bedrohung für die Gesellschaft", so MPA-Vize John G. Malcolm, der den schweizerischen und belgischen Ermittlern zu ihren Erfolgen gratulierte. Sämtliche großen ed2k-Server seien nun ausgeschaltet - zunächst die in den USA angesiedelten, nun auch jene in Europa.
Mit den abstrusen Statements der MPAA setzt sich die Strategie fort, Filesharing und Kopieren in das Umfeld von Terrorismus und organisiertem Verbrechen zu rücken. Immer wieder wird in den einschlägigen Presseerklärungen angedeutet oder unterstellt, der Filesharer von nebenan würde mehr oder weniger direkt Drogenkartelle, Terroristen und Kinderschänder unterstützen. Oder was der Zeitgeist an dramatischen Feindbildern sonst noch hergibt.
Die Wohnung des Betreibers der Seite in der Schweiz wurde ebenfalls durchsucht, der Betreiber selbst laut MPAA-Angaben verhaftet. Information, die mit Vorsicht zu genießen ist, denn die Illegalität eines eDonkey-Servers in der Schweiz ist nicht geklärt: aus der Schweiz betriebene eDonkey-Seiten sind zwar bereits geclosed worden, eine Entscheidung steht hingegen noch aus.
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eDonkey-Traffic bleibt trotz Razorback-Close hoch
Eine "Antiquität der P2P-Welt" wurde geschlossen
Nicht einmal eine Delle im Esel-Traffic habe man nach dem Close von Razorback2 feststellen können, so die Netzanalysten von CacheLogic laut technewsworld. Damit hatte der lauthals proklamierte Sieg der Medienverbände gegen die Tauschbörsen das erwartete Ergebnis zur Folge: nachdem das ed2k-Netz dank eMule und Kademlia in den letzten Jahren eine immer dezentralere Struktur bekommen hat, rechnete niemand mit einem tatsächlichen Effekt auf das Filesharingaufkommen - die Reaktionen bleiben eher nostalgisch, eine Institution des eDonkey-Netzes verließ die Bühne, das Spiel geht ungerührt weiter. Fast will man sich ärgern, dass große Namen der Filesharingwelt verschwinden können, ohne dass es jemand merkt.
Fred von Lohmann, Anwalt der Bürgerrechtler der EFF, fand klare Worte: "In den letzten fünf Jahren wurden die Peer-to-Peer- Protokolle dezentralisiert. In mancher Beziehung wurde mit dem Abschalten von Razorback2 eine Antiquität der P2P-Welt abgeschaltet". Dem entsprechen die Trafficanalysen: "Wir haben keinerlei Effekt auf das Trafficaufkommen im eDonkey-Netz feststellen können", so Andrew Parker von Cachelogic. Was ihn auch nicht überraschte. Trotz sener Größe war Razorback eben ein Index-Server - einer von über 100 im ed2k-Netz.
Welche mit der Zeit auch immer überflüssiger werden - Mit Kademlia, kurz Kad organisiert sich das eDonkeynetz zunehmend verteilt. Petar Maymounkov, Doktorand am MIT entwickelte das System und beschreibt Kad als "mäßig intelligenten Algorithmus, der Dinge finden kann, indem er eine kleine Anzahl von Rechnern im Netz befragt.... Zum jetzigen Zeitpunkt wollen die Leute nichts mehr von zentralen Servern hören. Das sind Relikte aus der Vergangenheit. Und wie man sieht, werden sie einer nach dem anderen abgeschaltet."
Ohne Auswirkungen. MPAA-Chef Glickmans Statement vom "großen Sieg im Kampf gegen das Verbreiten illegalen Materials im Netz" wird einmal mehr widerlegt. Durch einen "mäßig intelligenten Algorithmus".
