Ein Blick auf die Neuzulassungsstatistik 2002 des Kraftfahrt-Bundesamtes lässt für das abgelaufene Autojahr vor allem einen Rückschluss zu. Obwohl der Golf seine Spitzenposition wieder verteidigen konnte, heißen die eigentlichen Gewinner BMW und die französischen Hersteller. Sie konnten auf dem insgesamt schrumpfenden deutschen Markt ihre Anteile deutlich verbessern.
Insgesamt schrumpfte das Neuwagengeschäft in Deutschland um 2,7 Prozent auf 3,25 Millionen fabrikneue Autos. Damit ist die Zahl der Neuzulassungen schon seit drei Jahren rückläufig.
Umso erfolgreicher die Bilanz bei BMW. Die Münchener verbuchen ein Plus von 5,6 Prozent und steigerten die abgesetzten Einheiten auf 251.084 Stück. Das entspricht einem Marktanteil von 7,7 Prozent. Ein Steigerung von 0,6 Prozent im Vergleich zu 2001.
Der französische Hersteller PSA kam mit den Marken Citroën und Peugeot zusammen auf 174.554 Autos, ein Plus von 10,2 Prozent. Der PSA-Marktanteil kletterte von 4,7 auf 5,4 Prozent. Noch erfolgreicher war Renault mit 199.558 abgesetzten Einheiten. Der Marktanteil wuchs auf 6,1 Prozent nach 5,7 Prozent im Jahr 2001.
Erfolgreich waren auch die japanischen Hersteller: Toyota steigerte seinen Anteil vom großen Kuchen auf 3,2 Prozent - eine Steigerung von sehr guten 0,6 Prozent. Mazda folgte mit einem Wachstum von 0,2 Prozent auf 2,1 Prozent Marktanteil. Honda legte immerhin einen Prozentpunkt drauf und liegt jetzt bei 1,0 Prozent. Lediglich Nissan blieb bei 2,0 Prozent stehen. Bei einem schrumpfenden Markt sind 68.300 Neuzulassungen aber durchaus noch akzeptabel.
Die großen Verlierer 2002 heißen Fiat und Opel. Der Anteil der Rüsselsheimer schrumpfte auf 10,4 Prozent. Das ist ein massiver Verlust von 1,5 Prozent. Der Rückgang bei Fiat liegt zwar bei nur 0,5 Prozent, aber der Anteil der Italiener am Gesamtmarkt purzelt damit auf besorgniserregende 3,2 Prozentpunkte.
Noch keine Krisenstimmung kommt bei den letzten großen Drei auf. DaimlerChrysler verliert 0,1 Prozentpunkte (14,1 Prozent Marktanteil), Volkswagen inklusive Audi, Seat und Skoda gibt 0,2 Prozent ab (30 Prozent Marktanteil) und Ford hält seinen Platz am Markt mit 8,1 Prozent.
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)